Welche Route passt zu Ihnen?

Planen Sie Ihre Route, bevor Sie sich auf die Heimreise begeben.

Bevor Sie Ihre Heimreise antreten, stellt sich jedem die Frage: „Wo soll ich langfahren?“ Je nach dem Land und der Stadt, in die Sie reisen, stehen Ihnen verschiedene Routen zur Auswahl. Legen Sie Ihre Route im Voraus fest. An den Außengrenzen der Europäischen Union wurde am 10. April 2026 das Einreise-/Ausreisesystem (Entry/Exit System, EES) eingeführt.

An allen Grenzübergängen kann es zu langen Wartezeiten kommen. Informieren Sie sich im Voraus über alternative Grenzübergänge, Übernachtungsmöglichkeiten sowie Vignetten- und Autobahngebühren. Montags, dienstags und mittwochs sind die Wartezeiten an allen Grenzübergängen am kürzesten. Es ist ratsam, Ihre Reiseroute entsprechend diesen Tagen zu planen. Aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre weltweit kann es zu Schwankungen bei den Kraftstoffpreisen kommen. In unserer Artikelserie haben wir die durchschnittlichen Kraftstoffpreise vom 15. Juni 2026 zugrunde gelegt.

Route durch Bulgarien

Die kürzeste Route

Die Route über Bulgarien ist die beliebteste und kürzeste Strecke. München, Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien und Kapıkule – insgesamt 1630 km. Mit der diesjährigen Fertigstellung der Umgehungsstraße von Sofia verläuft die gesamte Strecke nun auf der Autobahn. Auf dieser Strecke zahlen Sie pro Strecke durchschnittlich 310 Euro für Kraftstoff sowie 100 Euro für Vignette, Straßen- und Tunnelgebühren. Bulgarien und Kroatien liegen auf dieser Strecke an der Außengrenze der Europäischen Union und verfügen über Ein- und Ausreisekontrollstellen des Schengen-Raums. Aufgrund des in diesem Jahr neu eingeführten Einreise-/Ausreisesystems (Entry/Exit System, EES) kann es zu langen Wartezeiten kommen. Für die Ein- und Ausreise nach/aus der Türkei gibt es neben dem Grenzübergang Kapıkule die alternativen Grenzübergänge Hamzabeyli und Dereköy.

Route durch Griechenland

Eine malerische Reise entlang der Ägäis

Diese Route wird vor allem von Reisenden bevorzugt, die die Naturschönheiten Griechenlands und Mazedoniens erleben möchten und insbesondere über Çanakkale in den Westen der Türkei reisen. Über München, Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Mazedonien und Griechenland nach İpsala sind es etwa 1922 km. Diese Route verlängert Ihre Fahrt im Vergleich zu Bulgarien um etwa 300 km. Die gesamte Strecke verläuft über die Autobahn. Auf dieser Strecke zahlen Sie pro Strecke durchschnittlich 370 Euro für Kraftstoff sowie 120 Euro für Maut- und Vignettengebühren. Bei der Ein- und Ausreise in die Türkei kann es am Grenzübergang İpsala zu langen Wartezeiten kommen, insbesondere aufgrund der vielen Fahrzeuge mit türkischem Kennzeichen, die nach Griechenland fahren. Wenn der Grenzübergang İpsala stark frequentiert ist, können Sie den Grenzübergang Pazarkule wählen.

Die Route über Ungarn

Die erste Wahl für Reisende aus Nordeuropa

Auf dieser Strecke fallen die geringsten Autobahn- und Vignettengebühren an. Über München, Österreich, Ungarn, Serbien und Bulgarien nach Kapıkule sind es 1720 km. Die gesamte Strecke verläuft über die Autobahn. Auf dieser Strecke zahlen Sie pro Strecke durchschnittlich 330 Euro für Kraftstoff sowie 62 Euro für Straßen- und Vignettengebühren. Reisende aus nordeuropäischen Städten fahren über die Tschechische Republik, die Slowakei oder Österreich nach Ungarn ein. Anschließend treffen sie in Belgrad, Serbien, auf Reisende der anderen Route. Am Grenzübergang Röszke zwischen Ungarn und Serbien kommt es zu langen Wartezeiten. Sie können alternative Grenzübergänge wählen.

Die Route über Rumänien und Bulgarien

Die bevorzugte Route für diejenigen, die zollfrei nach Türkei reisen möchten, allerdings ist der Zustand der Straße sehr schlecht. Wir raten davon ab.

Da Rumänien und Bulgarien Vollmitglieder des Schengen-Raums sind, können Reisende, die von Europa aus starten, über die Route Ungarn–Rumänien–Bulgarien bis nach Türkei reisen, ohne an der Grenze kontrolliert zu werden. Auf der Strecke Rumänien–Bulgarien gibt es drei verschiedene Routen. Die beliebteste ist Budapest – Szeged – Nadlac – Arad – Timişoara – Lugoj – Caransebeş – Orşova – Drobeta Turnu Severin – Calafat – Vidin – Dimovo – Montana – Vratsa – Botevgrad – Sofia – Kapıkule

Über diese Routen sind es etwa 1900 km bis in die Türkei. Pro Strecke zahlen Sie 370 Euro für Kraftstoff sowie 50 Euro für Straßen- und Vignettengebühren. Je nach gewählter Route passieren Sie die türkische Grenze an den Grenzübergängen Kapıkule, Hamzabeyli oder Dereköy.

Aufgrund der kurvigen, durch Wald- und Wohngebiete führenden Straßen in Rumänien und Bulgarien sowie der allgemeinen Verkehrssicherheit und der Schwierigkeiten bei der Unterbringung raten wir davon ab, diese Route zu nutzen, sofern es nicht unbedingt notwendig ist.