Die türkischen Zollfreigebiete steuern im laufenden Jahr auf einen neuen Exportrekord zu. Yusuf Kılınç, der Vorsitzende des Verbands der Gründer und Betreiber von Freizonen (SEBKİDER), zufolge soll der Ausfuhrwert bis 2026 auf 14 Milliarden Dollar steigen. Als Gründe nennt er wachsende Technologieinvestitionen, verstärkte Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sowie einen Ausbau der Produktionskapazitäten.
Laut Kılınç gibt es landesweit 19 Zollfreigebiete, in denen rund 2.100 Unternehmen angesiedelt sind. Die Zahl der Beschäftigten bezifferte er auf etwa 92.000. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die Zonen demnach Exporte in Höhe von 12,5 Milliarden US-Dollar. Das gesamte Handelsvolumen belief sich auf 28,5 Milliarden US-Dollar. Die Export-Import-Relation gab Kılınç mit 142 Prozent an, was auf eine hohe Wertschöpfung innerhalb der Gebiete hindeutet.
Der derzeitige Auslastungsgrad liege bei rund 70 Prozent, so der Verbandschef weiter. „Wenn wir das verbleibende Potenzial von 30 Prozent ausschöpfen, könnten wir die Exporte um vier Milliarden und das Handelsvolumen um neun Milliarden Dollar steigern”, rechnete Kılınç vor.
Trotz der Rekordexporte ging die Beschäftigung in den Zollfreigebieten im Jahresvergleich von 96.000 auf 92.000 Stellen zurück. Kılınç führte dies auf Produktivitätsgewinne zurück. Durch Forschungsinvestitionen und Hightech-Ansiedlungen sei es gelungen, Innovationen voranzutreiben und Prozesse effizienter zu gestalten.
Diese Entwicklung zeige, dass die türkischen Zollfreigebiete auf einem stabilen Wachstumspfad sind. Kılınç zeigte sich überzeugt, dass sich diese Dynamik durch technologischen Fortschritt und Wettbewerbsfähigkeit weiter verstärken werde.