Zentralbank veröffentlicht Juni-Umfrage: Jahresendinflation höher, Monatsrate niedriger erwartet

14.06.2026 – 6:30 Uhr

Die Inflationserwartungen für das laufende Jahr haben sich eingetrübt, während die monatliche Teuerung kurzfristig etwas an Dynamik verlieren könnte. Dies geht aus der jüngsten Umfrage der Zentralbank unter Marktteilnehmern hervor.

Laut der Erhebung im Juni kletterte die Prognose für die Verbraucherpreisinflation zum Jahresende auf 29,14 Prozent. Im Mai hatten die Befragten noch einen Wert von 28,94 Prozent erwartet. Die monatliche Inflationsrate für Juni wird dagegen mit 1,36 Prozent etwas niedriger angesetzt als im Vormonat, als noch 1,52 Prozent prognostiziert wurden.

Langfristperspektive hellt sich minimal auf

Etwas entspannter zeigt sich das Bild bei den mittelfristigen Erwartungen. Die 12-Monats-Prognose gab leicht auf 23,81 Prozent nach, nachdem sie in der Vorumfrage bei 23,82 Prozent gelegen hatte. Auch die 24-Monats-Erwartung sank von 18,43 auf 18,29 Prozent. Die offiziellen Zahlen für Mai wiesen zuletzt eine Jahresinflation von 32,61 Prozent aus, nach 32,37 Prozent im April. Die monatliche Teuerung lag bei 1,71 Prozent.

Währungs- und Wachstumsausblick

Neben den Preisen passten die Teilnehmer auch ihre Erwartungen zum Devisenmarkt an. Die Prognose für den Dollar/Lira-Wechselkurs zum Jahresende fiel von 51,57 auf 51,47 Lira. Für die kommenden zwölf Monate wird hingegen mit einem stärkeren Anstieg auf 55,72 Lira gerechnet, zuvor lag die Prognose bei 54,69 Lira.

Das Wirtschaftswachstum wird für das laufende Jahr etwas verhaltener eingeschätzt. Die GDP-Prognose wurde von 3,3 auf 3,2 Prozent gesenkt. Der Ausblick für das kommende Jahr blieb mit 4,1 Prozent stabil.