Die türkische Lira hat im Juli real an Wert gewonnen. Wie aus den am Montag veröffentlichten Daten der Türkischen Zentralbank (TCMB) hervorgeht, stieg der auf dem Verbraucherpreisindex basierende reale effektive Wechselkursindex um 0,39 Punkte auf 105,96.
Auch der auf dem Erzeugerpreisindex (Yi-ÜFE) basierende Index legte zu. Er kletterte im Vergleich zum Vormonat um 0,43 Punkte auf 101,50.
Ein Stand über 100 signalisiert, dass die heimische Währung im Vergleich zu einem Korb aus Währungen der wichtigsten Handelspartner real stärker ist als in einem festgelegten Basisjahr.
Trotz der positiven Entwicklung des realen effektiven Wechselkurses zeigt eine detaillierte Betrachtung der Einzelfaktoren ein differenzierteres Bild. So verlor die Lira nominal gegenüber den Hauptwährungen an Boden. Der US-Dollar wertete im Monatsvergleich um durchschnittlich 1,76 Prozent auf, der Euro um 0,77 Prozent.
Für den realen Anstieg des Index war entscheidend, dass die Inflation in der Türkei hoch ist. So stieg der Verbraucherpreisindex um 1,78 Prozent und der Erzeugerpreisindex um 1,52 Prozent. Die Zentralbank erklärte dazu, dass die inländische Preisentwicklung den Index nach oben trieb, während die Veränderungen im Welt-VPI-Korb und im nominalen Wechselkurskorb einen dämpfenden Effekt hatten.