Wiederaufbau nach Erdbeben bremst Mietinflation in der Türkei

04.09.2026 – 7:00 Uhr

Der Wiederaufbau nach den schweren Erdbeben vom 6. Februar 2023 trägt offenbar dazu bei, den Anstieg der Mieten in der Türkei zu bremsen. Das geht aus einer Studie hervor, die im Blog der türkischen Zentralbank veröffentlicht wurde.

Während die Inflation insgesamt zurückgeht, erweisen sich die Mieten weiterhin als besonders hartnäckig. Der Verlust von Wohnraum durch die Erdbeben und die anschließende Abwanderung aus den betroffenen Regionen in andere Provinzen hatten den Druck auf den Mietmarkt zusätzlich erhöht.

In den Erdbebengebieten hat sich die Mietinflation inzwischen deutlich verlangsamt. Grund dafür ist vor allem das stark ausgeweitete Wohnungsangebot durch die staatlich gesteuerten Wiederaufbauprogramme. Dieser Effekt ist laut den Forschern inzwischen auch in anderen, indirekt betroffenen Provinzen sichtbar.

Da sich die Kapazitäten der Bauwirtschaft zunehmend von den Erdbebengebieten in andere Regionen verlagern, könnte das zusätzliche Wohnungsangebot künftig noch größere Teile des Landes erreichen.

Die Verbesserung des Wohnungsangebots dürfte damit zu den Faktoren gehören, die in den kommenden Monaten für eine weitere Abschwächung der Mietinflation sorgen könnten.