Die Zahl neu gegründeter Kapitalgesellschaften in der Türkei ist im vergangenen Jahr gesunken. Das geht aus aktuellen Daten der Türkischen Union der Kammern und Börsen (TOBB) hervor.
Demnach wurden 2025 1,5 Prozent weniger Gesellschaften (Firmen) gegründet als im Vorjahr. Einen noch deutlicheren Rückgang verzeichneten die Kooperativen mit einem Minus von 30,9 Prozent. Ein gegenläufiger Trend zeigt sich bei den Einzelunternehmen („Gerçek kişi ticari işletme“), deren Zahl um 10,8 Prozent stieg.
Gleichzeitig nahmen die Schließungen zu: 5,9 Prozent mehr Gesellschaften und 6,4 Prozent mehr Kooperativen wurden im Vergleich zu 2024 aufgelöst. Die Zahl der geschlossenen Einzelunternehmen sank hingegen um 8,1 Prozent.
Dezember mit gemischter Bilanz
Der Monat Dezember 2025 zeigte ein uneinheitliches Bild. Zwar stieg die Zahl der neu gegründeten Gesellschaften im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht um 1,1 Prozent, die Zahl der neu gegründeten Einzelunternehmen stieg sogar um 4,5 Prozent. Die Zahl der Kooperativengründungen fiel jedoch um 11,7 Prozent.
Auffällig ist die starke monatliche Dynamik: Gegenüber November schnellten die Unternehmensgründungen im Dezember um 34,7 Prozent nach oben. Noch extremer war der Anstieg bei den Schließungen, die sich im gleichen Vergleich fast verdreifachten (+193,6 %).
Istanbul unangefochtener Spitzenreiter
Im Dezember entfiel mit 35,5 Prozent mehr als ein Drittel aller neuen Gesellschaften und Kooperativen auf die Metropole Istanbul. Es folgten Ankara mit 11,1 Prozent und Izmir mit 5,7 Prozent. In allen 81 Provinzen des Landes wurde mindestens eine Gesellschaft neu registriert.
Das gesamte eingebrachte Kapital der im Dezember neu gegründeten Firmen lag 21 Prozent über dem Wert des Vormonats. Insgesamt wurden im Jahr 2025 landesweit 115.627 neue Gesellschaften und Kooperativen gegründet.
Ein Bereich mit internationaler Beteiligung blieb lebhaft: Im Dezember 2025 wurden 787 Gesellschaften mit ausländischer Kapitalbeteiligung registriert. Der ausländische Anteil an deren Gesamtkapital belief sich auf 64,7 Prozent.