VW-Manager warnt: EU-Gesetz könnte Transporter aus der Türkei ausbremsen

22.09.2026 – 6:35 Uhr

Ein geplantes EU-Gesetz zum Schutz von „Made in EU“-Produkten könnte erhebliche Folgen für die in der Türkei gefertigten Transporter des Volkswagen-Konzerns haben. Stefan Mecha, der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen Nutzfahrzeuge, sagte der türkischen Zeitung Hürriyet am Rande der Nutzfahrzeugmesse IAA Transportation in Hannover, der derzeit in Brüssel diskutierte Entwurf eines „Industrial Acceleration Act” werde „definitiv” Auswirkungen auf das Werk in der Türkei haben.

„Sollte dieses Gesetz in Kraft treten, wird es unser Produktionswerk in der Türkei mit Sicherheit betreffen“, sagte Mecha. Sowohl Ford als auch Volkswagen hätten ein starkes Interesse daran, Fahrzeuge möglichst effizient an europäische Kunden zu liefern. „Wir werden weiter an den Kosten arbeiten, aber diese Regelung wird uns treffen”, so der Manager.

Der Transporter mache rund 30 Prozent des Geschäfts des Unternehmens aus. Letztlich werde die EU entscheiden, ob Länder wie die Türkei im Rahmen des neuen Regelwerks als Teil Europas für die Fertigung gelten. „Wir müssen abwarten, ob das Gesetz verabschiedet wird und welche Konsequenzen daraus entstehen“, sagte er. Der Konzern trägt seine Bedenken und die bestehenden Herausforderungen an die Europäische Union heran.