Die Türkei hat zu Jahresbeginn so viel Silber importiert wie nie zuvor. Laut Angaben der Börse Borsa Istanbul beliefen sich die Einfuhren im Januar auf 273,3 Tonnen. Damit wurde ein neuer Höchststand bei den monatlichen Importen erreicht.
Zum Vergleich: Im Januar des Vorjahres beliefen sich die Silberimporte noch auf lediglich 31,55 Tonnen. Auch gegenüber dem Vormonat Dezember, in dem 65,56 Tonnen eingeführt wurden, bedeutet dies einen deutlichen Anstieg.
Parallel dazu entwickelten sich die Goldimporte rückläufig. Im Januar führte die Türkei 7,79 Tonnen Gold ein. Im gleichen Monat des Vorjahres waren es 9,65 Tonnen und im Dezember noch 10,92 Tonnen.
Der starke Anstieg der Silberimporte fällt in eine Phase erheblicher Preisschwankungen auf dem Weltmarkt. So verteuerte sich das Edelmetall im Januar um mehr als 50 Prozent. Marktbeobachter führen dies unter anderem auf eine gestiegene industrielle Nachfrage, ein knapperes physisches Angebot sowie geopolitische Spannungen zurück.
Nachdem der Silberpreis zwischenzeitlich ein Rekordniveau von 121,67 US-Dollar je Unze erreicht hatte, setzte jedoch eine deutliche Korrektur ein. Seit Anfang Februar gab der Preis um mehr als ein Drittel nach. Als Gründe gelten eine Entspannung geopolitischer Konflikte sowie nachlassende Erwartungen an eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank.