Der Automobilkonzern Volkswagen hat seine Spitzenposition unter den größten Unternehmen Europas verteidigt. Wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Rangliste „Fortune 500 Europe 2026“ hervorgeht, führt der Wolfsburger Konzern das Ranking mit einem Jahresumsatz von 363,1 Milliarden US-Dollar an und belegt damit zum dritten Mal in Folge den ersten Platz. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Energiekonzern Shell mit 273,7 Milliarden Dollar und der Rohstoffhändler Glencore mit 247,5 Milliarden Dollar.
Die Rangliste erfasst Unternehmen aus 23 Ländern und 21 Branchen. Ihr Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 15,5 Billionen US-Dollar, was etwa der Hälfte der europäischen Wirtschaftsleistung entspricht. Die Unternehmen beschäftigen demnach insgesamt 34,6 Millionen Menschen. Ihr gemeinsamer Gewinn legte um drei Prozent zu und überschritt erstmals die Marke von einer Billion Dollar. Auch die Eintrittsschwelle für das Ranking stieg: Lag der Mindestumsatz im Vorjahr noch bei 6,3 Milliarden Dollar, so sind es nun 7,4 Milliarden Dollar.
Weitere Spitzenplätze und Rekordgewinn
Auf den weiteren Plätzen der Top Ten folgen der Ölkonzern BP mit 192,5 Milliarden Dollar, TotalEnergies mit 182,3 Milliarden Dollar, Stellantis mit 173,1 Milliarden Dollar, die BMW Group mit 150,5 Milliarden Dollar und die Mercedes-Benz Group mit 149,1 Milliarden Dollar. Die Banco Santander mit 145,1 Milliarden Dollar und die BNP Paribas mit 141,6 Milliarden Dollar bilden den Abschluss der zehn größten Unternehmen. Den höchsten Gewinn aller gelisteten Unternehmen meldete die Bank HSBC mit 22 Milliarden Dollar.
Elf türkische Unternehmen im Ranking
In der Liste sind elf Unternehmen mit Sitz in der Türkei vertreten. Deren Gesamtumsatz summiert sich auf 285,4 Milliarden Dollar. Insgesamt beschäftigen diese Firmen 516.100 Mitarbeiter. Das bestplatzierte türkische Unternehmen ist die Koç Holding auf Rang 53, gefolgt von der VakıfBank (Rang 143) und der Sabancı Holding (Rang 146). Die weiteren Plätze belegen die İş Bankası (Rang 151), die Halkbank (Rang 163), die Fluggesellschaft THY (Rang 179), Ford Otosan (Rang 215), der Einzelhändler BİM (Rang 240), die Anadolu Grubu (Rang 244), Tera Yatırım Menkul Değerler (Rang 389) und Tofaş (Rang 470).