Eine neue Studie der Bank ING Türkiye zeigt, dass alltägliche Kleinausgaben viele Haushalte in der Türkei stärker belasten als gedacht. Besonders unbewusste oder spontane Käufe summieren sich laut der Untersuchung schnell zu spürbaren Kosten.
Die Online-Erhebung, durchgeführt unter 300 Kundinnen und Kunden digitaler Bankdienste, ergab, dass 93 Prozent der Befragten im vergangenen Monat ungeplante Einkäufe im Supermarkt getätigt haben. Ebenfalls häufig genannt wurden Kaffee- und Getränkekäufe (76 Prozent) sowie Essensbestellungen per Lieferdienst (71 Prozent).
Auch Bankgebühren spielen eine Rolle: 63 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass Kosten für Kontoführung, Überweisungen oder Karten eine spürbare Belastung darstellen. Viele Betroffene merkten erst am Monatsende, wie stark sich kleine Ausgaben tatsächlich summieren.
Etwa die Hälfte der Befragten gab an, den Überblick über ihre Kleinausgaben erst spät zu verlieren – oft erst, wenn das Monatsbudget bereits überschritten ist. Rund 36 Prozent berichteten zudem, dass sie automatisch laufende Abonnements vergessen hätten.
Als häufigste Sparmaßnahme nannten 41 Prozent der Teilnehmer, weniger Essen zu bestellen. Gleichzeitig sagten viele, dass sie wegen hoher Gebühren bereits die Bank gewechselt hätten oder dies in Betracht ziehen würden.
Die Studie zeigt damit, wie stark scheinbar kleine tägliche Ausgaben – von Snacks bis Lieferdiensten – langfristig das Haushaltsbudget beeinflussen können.