Turkish Airlines (THY) hat eigenen Angaben zufolge im dritten Quartal 2026 einen Kernbetriebsgewinn von 929 Millionen US-Dollar erzielt. Damit habe das Unternehmen auf gestiegene Jetfuel-Kosten und die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten reagiert, so Prof. Dr. Murat Şeker, Vorsitzender des Verwaltungsrats und des Exekutivausschusses von THY. Der Umsatz erreichte 8,3 Milliarden Dollar, die Passagiererlöse stiegen um 15 Prozent. Die EBITDA-Marge sank gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozentpunkte auf 25,4 Prozent, da die Kosten, insbesondere für Kerosin, stärker stiegen als die Erlöse.
Laut Şeker lag der Schwerpunkt in dem schwierigen Umfeld auf operativer Effizienz und finanzieller Disziplin. Die Passagierkapazität sei an die veränderte Nachfrage angepasst worden. Zugleich bestätigte THY eine Boeing-Bestellung über insgesamt 150 Flugzeuge: 100 feste Orders und 50 Optionen. In den ersten neun Monaten summierte sich das Investitionsvolumen auf 4,6 Milliarden Dollar.
Das Quartal hatte nach einer Friedensvereinbarung zunächst optimistisch begonnen, sich mit erneuter Eskalation der Kämpfe aber zu einer Phase fortgesetzter Belastungen für die Branche entwickelt. Die Vorausbuchungen für 2027 seien weiterhin positiv, doch angesichts des schwierigen Umfelds halte das Unternehmen an einer vorsichtigen Haltung fest. THY will Investitionen mit disziplinierter Kapitalallokation fortsetzen und die strategischen Ziele bis 2033 verfolgen.