Turkish Airlines kehrt im ersten Quartal 2026 in die Gewinnzone zurück

01.05.2026 – 7:00 Uhr

Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines hat zum Jahresauftakt einen deutlichen Kurswechsel vollzogen und wieder schwarze Zahlen geschrieben. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Istanbul mitteilte, erzielte die Airline im ersten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 226 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Verlust von 44 Millionen Dollar zu Buche gestanden.

Als wesentlicher Treiber für die positive Entwicklung erwies sich die kräftig gestiegene Gesamtnachfrage. Der Konzernumsatz kletterte in den Monaten Januar bis März um 21,1 Prozent auf 5,92 Milliarden US-Dollar. Besonders dynamisch entwickelte sich das Frachtsegment, dessen Erlöse um 29,5 Prozent auf 987 Millionen Dollar stiegen. Im Kerngeschäft mit Passagieren wurde ein Umsatzplus von 20 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar verbucht. Die Einnahmen aus technischen Dienstleistungen stiegen moderat um 4,3 Prozent auf 147 Millionen Dollar.

Trotz der Rückkehr in die Gewinnzone blieben die Kosten ein prägendes Thema in der Bilanz. So konnte der operative Verlust aus dem Hauptgeschäft zwar von 76 Millionen auf 57 Millionen Dollar reduziert werden, er blieb jedoch bestehen. Die Personalaufwendungen stiegen im Jahresvergleich überproportional um 27,3 Prozent auf 1,66 Milliarden Dollar. Die Treibstoffkosten, die mit 25,4 Prozent weiterhin den größten Einzelposten der Gesamtausgaben ausmachen, erhöhten sich um 14,9 Prozent auf 1,55 Milliarden Dollar.

Die Fluglinie, die eigenen Angaben zufolge mit 305 angeflogenen internationalen Destinationen in 132 Ländern die weltweite Spitzenposition hält, setzte ihren Wachstumskurs auch operativ fort. Zum Stichtag im März bestand die Flotte aus 528 Maschinen, darunter 144 Großraumflugzeuge, 356 Mittelstreckenjets und 28 reine Frachtflugzeuge.

Die nun vorgelegten Quartalszahlen stehen im Kontext eines insgesamt verhaltenen Vorjahres. So hatte Turkish Airlines 2025 trotz eines Umsatzwachstums von 6,3 Prozent auf 24,1 Milliarden Dollar einen Gewinnrückgang um 15,1 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar hinnehmen müssen.