Der türkische Automobilmarkt ist mit deutlichem Schwung ins Jahr 2026 gestartet. Nach einem Rekordjahr 2025 mit rund 1,4 Millionen verkauften Fahrzeugen verzeichnete die Branche im Januar erneut steigende Absatzzahlen. Das geht aus aktuellen Daten des Branchenverbands „Automobilhändler- und Mobilitätsverband“ (ODMD) hervor.
Demnach wurden im ersten Monat des Jahres insgesamt 75.362 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verkauft. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit erreichte der Markt zugleich das zweithöchste Januar-Ergebnis seiner Geschichte.
Als Gründe für den starken Jahresauftakt nennt der Verband vor allem zwei Effekte: Einerseits habe die Anpassung der Kaufpreisgrenze für Fahrzeuge, die im Rahmen der Sonderverbrauchsteuerbefreiung (ÖTV) für Menschen mit Behinderungen erworben werden können, zusätzliche Nachfrage ausgelöst. Andererseits seien zahlreiche Fahrzeugauslieferungen, die ursprünglich für Dezember vorgesehen waren, in den Januar verschoben worden.
Die Verkäufe von Pkw stiegen im Jahresvergleich um gut neun Prozent auf 61.055 Einheiten. Im Segment der leichten Nutzfahrzeuge fiel das Plus mit rund 12,6 Prozent noch deutlicher aus: Hier wurden 14.307 Fahrzeuge abgesetzt.
Importfahrzeuge behaupteten ihre dominante Stellung. Von den verkauften Pkw entfielen 38 723 Einheiten auf importierte Modelle, was einem Marktanteil von 63,4 Prozent entspricht. Inländisch produzierte Fahrzeuge kamen auf 22.332 Verkäufe und einen Anteil von 36,6 Prozent.
Der Trend zur Elektrifizierung setzte sich weiter fort. Mit 26.671 Fahrzeugen und einem Anteil von 43,7 Prozent blieben Benziner die stärkste Antriebsart. Hybridfahrzeuge folgten mit 18.774 Einheiten und einem Marktanteil von 30,7 Prozent. Reine Elektroautos erreichten 11.158 Verkäufe und damit einen Marktanteil von 18,3 Prozent. Dieselmodelle spielten mit 4.203 Einheiten und einem Anteil von 6,9 Prozent nur noch eine Nebenrolle, während Fahrzeuge mit Autogas-Antrieb kaum eine Rolle spielten.
Bei den Karosserieformen dominierten SUVs mit einem Anteil von mehr als 60 Prozent. Limousinen und Kompaktfahrzeuge folgten mit deutlichem Abstand.
An der Spitze der Hersteller rangierte im Januar Renault mit 9.247 verkauften Fahrzeugen. Es folgten Toyota mit 8.700 und Volkswagen mit 6.580 verkauften Fahrzeugen. Fiat und Ford komplettierten die Top Fünf, wie aus den ODMD-Daten hervorgeht.