Der Tourismuskonzern TUI musste im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sank das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 86 Millionen Euro auf 235 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang von rund 27 Prozent.
Als Gründe für die schwächere Entwicklung nannte der Konzern geopolitische Unsicherheiten, die anhaltende wirtschaftliche Schwäche sowie eine spürbare Kaufzurückhaltung der Verbraucher:innen. Trotz des schwierigen Umfelds habe man den Betrieb stabil aufrechterhalten können.
Auch in der Neunmonatsbilanz zeigt sich der Abwärtstrend: Das bereinigte EBIT fiel von 165 Millionen Euro im Vorjahr auf nunmehr 123 Millionen Euro. Belastend wirkten sich nach Unternehmensangaben insbesondere der Krieg im Iran sowie ein Hurrikan auf Jamaika aus. Beide Ereignisse hätten das Neunmonatsergebnis mit insgesamt 81 Millionen Euro negativ beeinflusst.
Hotels und Kreuzfahrten unter Druck
Innerhalb des Segments „Holiday Experiences“ sank das bereinigte EBIT im dritten Quartal auf 278 Millionen Euro. Besonders deutlich traf es die Hotel- und Resorts-Sparte: Hier brach das Ergebnis von 294 Millionen Euro im Vorjahr auf 121 Millionen Euro ein. Auch das Kreuzfahrtgeschäft verzeichnete einen Rückgang von 143 auf 133 Millionen Euro.
Einen Lichtblick bot hingegen die Erlebnissparte TUI Musement: Das Segment steigerte sein bereinigtes EBIT im Quartal um 10,8 Prozent auf 23 Millionen Euro.
Jahresprognose trotz Gegenwind bestätigt
Trotz der schwächeren Zahlen hält der Konzern an seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest. Demnach wird weiterhin ein bereinigtes EBIT zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro erwartet. Das Unternehmen verwies auf eine zuletzt spürbare Erholung bei den Buchungszahlen. Besonders gefragt seien derzeit Reiseziele in Griechenland und Spanien.