Türkisches Wassermanagement: 500 Millionen Dollar aus Peking für Effizienzsteigerung und Klimaschutz

15.04.2026 – 6:30 Uhr

Im Kampf gegen zunehmende Dürren und verheerende Überschwemmungen hat sich die Türkei eine beträchtliche Finanzspritze aus dem Ausland gesichert. Wie das türkische Ministerium für Finanzen und Finanzwesen bekannt gab, stellt die Asiatische Infrastrukturinvestmentbank (AIIB) eine externe Finanzierung in Höhe von 500 Millionen US-Dollar bereit. Die langfristigen und zinsgünstigen Mittel sind für großflächige Projekte der staatlichen Wasserbehörde bestimmt, mit denen die Bewässerung modernisiert und der Hochwasserschutz verbessert werden soll.

Mit dem frischen Kapital soll landesweit der Ausbau moderner, geschlossener Drucksysteme zur Feldbewässerung vorangetrieben werden. Gleichzeitig fließen die Mittel in die Verstärkung von Dämmen und Rückhaltebecken, um die Infrastruktur gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen. Die zuständigen Behörden betonen, dass das Programm primär auf eine Steigerung der Wassertransporteffizienz und eine deutliche Reduzierung von Verlusten in der Landwirtschaft abzielt. Angesichts immer häufiger auftretender Extremwetterereignisse soll so die Widerstandsfähigkeit des Landes gegenüber Dürreperioden und akuten Hochwassergefahren gestärkt werden.

Der türkische Finanz- und Schatzminister Mehmet Şimşek erklärte, die Vereinbarung stehe im Einklang mit dem mittelfristigen Wirtschaftsprogramm der Regierung, insbesondere mit den Zielen der Produktivitätssteigerung und der Transformation zu höherer Wertschöpfung. Das Abkommen mit der AIIB sei ein weiterer Baustein in der Strategie Ankaras, dringend benötigte externe Ressourcen zu günstigen Konditionen zu mobilisieren.

Laut dem Ministerium summieren sich die konzessionären Auslandsfinanzierungen, die in den vergangenen zwei Jahren für Projekte im Bereich Wassereffizienz und Modernisierung gesichert wurden, auf ein Volumen von rund 1,2 Milliarden Euro. Simsek bekräftigte, dass die Bemühungen der Türkei um nachhaltige und kostengünstige Außenfinanzierung fortgesetzt würden. Die verstärkte Kooperation habe bereits zu einem wachsenden Interesse internationaler Investoren geführt und untermauere die Rolle der Türkei als „bevorzugter Entwicklungspartner” bei globalen Infrastruktur- und Nachhaltigkeitsinitiativen.