Türkisches verarbeitendes Gewerbe schwächt sich im Januar leicht ab: PMI bei 48,1

04.02.2026 – 6:30 Uhr

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das türkische verarbeitende Gewerbe, erhoben von der Istanbul Chamber of Industry (İSO), fiel im Januar auf 48,1 Punkte. Im Dezember hatte der Index noch bei 48,9 gelegen. Damit blieb der PMI zum 22. Monat in Folge unter der 50-Punkte-Marke, die ein unverändertes Produktionsniveau signalisiert.

Laut S&P Global deutet der jüngste Wert auf eine leichte Abschwächung der Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes hin. Die Hersteller berichteten im Januar von nachlassender Nachfrage, was zu einer weiteren Verringerung der Auftragseingänge führte. Besonders die neuen Exportaufträge verlangsamten sich stärker als das Gesamtgeschäft.

In Reaktion auf die schwächere Nachfrage reduzierten die Unternehmen ihre Produktion, die nun seit 22 Monaten kontinuierlich rückläufig ist. Zudem gingen Beschäftigung, Einkaufsaktivitäten sowie Lagerbestände an Rohstoffen und Fertigwaren zu Beginn des Jahres zurück.

Die Inputkosten stiegen hingegen deutlich an, wobei die Inflationsrate für Vorleistungen den schnellsten Anstieg seit April 2024 verzeichnete. Vor allem höhere Preise für Rohstoffe, insbesondere Metalle, belasteten die Unternehmen.

Auch die Verkaufspreise zogen an und stiegen mit dem stärksten Tempo seit 21 Monaten, da die höheren Kosten an die Kunden weitergegeben wurden. Die Rate der Preissteigerungen lag damit über dem Durchschnitt der bisherigen Serie.