Türkisches Statistikamt: Inlandsreisen steigen leicht – Ausgaben legen um 32 Prozent zu

26.04.2026 – 7:00 Uhr

Die Ausgaben türkischer Haushalte für Reisen im eigenen Land sind im Jahr 2025 sprunghaft angestiegen. Wie aus aktuellen Daten des nationalen Statistikamtes hervorgeht, summierten sie sich auf 555 Milliarden Türkische Lira. Dies entspricht einem Anstieg von 32,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, obwohl die Gesamtzahl der unternommenen Reisen nur marginal zunahm.

Den Löwenanteil der Ausgaben machten Individualreisen aus. Für selbst organisierte Fahrten gaben die türkischen Haushalte 484 Milliarden Lira aus, was einem Anteil von 87,1 Prozent der Gesamtsumme entspricht. Die restlichen 12,9 Prozent (71,4 Milliarden Lira) entfielen auf Pauschalreisen. Im Durchschnitt wurden pro Reise 8.181 Lira aufgewendet.

Ein detaillierter Blick auf das Ausgabenverhalten offenbart eine deutliche Kostenexplosion im Beherbergungsgewerbe. Während die Statistiker für den Bereich Gastronomie (Essen und Trinken) einen Anstieg von 26,4 Prozent sowie für Transportdienstleistungen ein Plus von 25,6 Prozent verzeichneten, stiegen die Übernachtungskosten im Jahresvergleich um 48,2 Prozent. In der Verteilung der Gesamtausgaben nimmt die Gastronomie mit 30,3 Prozent weiterhin den Spitzenplatz ein, gefolgt von Transportdienstleistungen (23,1 Prozent) und Beherbergung (18,7 Prozent).

Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Zahl der Reisebewegungen innerhalb der Türkei vergleichsweise moderat. Insgesamt registrierten die Behörden für das Jahr 2025 knapp 67,9 Millionen Inlandsreisen. Dies entspricht einem Zuwachs von lediglich 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Als dominierendes Reisemotiv erwies sich einmal mehr der familiäre Pflichtbesuch. Mit einem Anteil von 57,7 Prozent war der Besuch von Verwandten der häufigste Grund, den Koffer zu packen. Mit deutlichem Abstand folgten klassische Urlaubs- und Freizeitreisen mit 34,4 Prozent. Gesundheitlich motivierte Aufenthalte lagen mit einem Anteil von 3,5 Prozent an dritter Stelle. Die Daten legen nahe, dass die gestiegenen Hotel- und Restaurantpreise das Budget der Reisenden im Jahr 2025 erheblich belastet haben.