Türkisches Handelsdefizit im Mai um 15,6 Prozent gesunken

02.07.2026 – 6:35 Uhr

Istanbul – Das Außenhandelsdefizit der Türkei ist im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,6 Prozent zurückgegangen. Grund dafür ist, dass die Importe deutlich stärker gesunken sind als die Exporte. Das geht aus vorläufigen Daten des türkischen Statistikamts TÜİK und des Handelsministeriums hervor.

Die Exporte beliefen sich im Mai auf 22,46 Milliarden US-Dollar und lagen damit 9,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Importe gingen gleichzeitig um 10,8 Prozent auf 28,07 Milliarden US-Dollar zurück.

Dadurch verringerte sich das Außenhandelsdefizit auf 5,61 Milliarden US-Dollar, nach einem höheren Wert im Vorjahresmonat.

Die sogenannte Export-Import-Deckungsquote stieg leicht auf 80 Prozent (Vorjahr: 78,9 Prozent).

Ohne Energie und nicht-monetäres Gold sanken die Exporte um 11,5 Prozent auf 20,5 Milliarden US-Dollar, während die Importe um 16,2 Prozent auf 21,03 Milliarden US-Dollar zurückgingen. In diesem Bereich lag das Handelsdefizit bei 525 Millionen US-Dollar, die Deckungsquote bei 97,5 Prozent.

Im Zeitraum Januar bis Mai entwickelten sich die Zahlen gemischt: Die Exporte stiegen leicht um 0,2 Prozent auf 111,12 Milliarden US-Dollar, die Importe um 1,1 Prozent auf 153,83 Milliarden US-Dollar. Damit erhöhte sich das Handelsdefizit in den ersten fünf Monaten des Jahres um 3,6 Prozent auf 42,72 Milliarden US-Dollar.

Wichtigste Exportländer der Türkei im Mai waren Deutschland (1,71 Mrd. USD), die USA, das Vereinigte Königreich, Italien und Spanien. Auf der Importseite führte Russland (3,76 Mrd. USD) vor China, Deutschland, den USA und Italien.

Der Anteil von Hochtechnologieprodukten lag bei den Industrieexporten bei 3,1 Prozent, während er bei den Importen 11,8 Prozent betrug.