Türkisches E-Exportvolumen auf 6,4 Milliarden Dollar gestiegen – Mehr Länder im Fokus

02.06.2026 – 6:30 Uhr

Die Türkei hat die Zahl ihrer strategischen Zielländer für den elektronischen Export angesichts der jüngsten globalen Handelsverschiebungen deutlich von 18 auf 35 erhöht. Das gab Hasan Önal, Leiter der zuständigen Abteilung im Handelsministerium, bekannt.

Die 2022 gegründete Abteilung für digitales Marketing, verhaltensbasierte Politik und Zukunftstechnologien hatte 2023 spezielle Exportfördermechanismen eingeführt. Mit messbarem Erfolg, wie Önal erklärte: „Zu jenem Zeitpunkt lag das E‑Exportvolumen bei zwei Milliarden Dollar. Inzwischen haben wir es auf 6,4 Milliarden Dollar gesteigert.“

Im Rahmen einer ursprünglichen „Strategie der entfernten Länder“ waren zunächst 18 Märkte definiert worden. Die jetzige Ausweitung auf 35 Staaten begründete Önal mit den veränderten Bedingungen im Welthandel sowie dem Wegfall von Zollbefreiungen in einigen Ländern. Neu auf die Zielliste aufgenommen wurden unter anderem Deutschland, Frankreich und Rumänien. Die Vereinigten Staaten bleiben laut Önal der wichtigste Absatzmarkt für türkische E‑Exporte, gefolgt von Saudi‑Arabien, Aserbaidschan und Deutschland.

Die staatliche Unterstützung zielt nach seinen Worten auch darauf ab, die Expansion türkischer Unternehmen über große Online‑Handelsplattformen gezielt zu fördern. Bislang seien Leitfäden für 27 Marktplätze erstellt worden. Anstatt sich nur auf einzelne Länder zu konzentrieren, sollen türkische Firmen so globale Kunden erreichen.

Zur Stärkung des gesamten Ökosystems setzt das Ministerium zudem auf internationale Großveranstaltungen. Für die erste Septemberwoche ist der Istanbul Global E‑Export Summit (IGEXX) angesetzt. Der erste Gipfel dieser Art hatte 2024 nach Angaben Önals Vertreter von 33 globalen Marktplatzplattformen zusammengeführt und sich seither zu einem wichtigen Treffpunkt der Branche entwickelt.