Türkischer Wohnungsmarkt: Gesamtumsatz steigt, ausländische Käufer ziehen sich zurück

21.01.2026 – 16:00 Uhr

Im vergangenen Jahr hat die Türkei einen deutlichen Anstieg der Wohnungsverkäufe verzeichnet. Gleichzeitig ging das Engagement ausländischer Käufer merklich zurück. Das geht aus den am Dienstag veröffentlichten offiziellen Daten des Türkischen Statistikamtes (TÜİK) für das Jahr 2025 hervor.

Insgesamt wurden 2025 in der Türkei 1.688.910 Wohnungen verkauft. Das entspricht einem kräftigen Plus von 14,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die mit Abstand aktivsten Märkte waren die Metropolen Istanbul (280.262 Verkäufe), Ankara (152.534 Verkäufe) und Izmir (96.998 Verkäufe). Die niedrigsten Verkaufszahlen meldeten die ostanatolischen Provinzen Ardahan (727 Verkäufe), Bayburt (1.251 Verkäufe) und Hakkari (1.559 Verkäufe).

Dem gesamtwirtschaftlichen Aufwärtstrend zum Trotz sanken die Käufe durch Ausländer. An Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft wurden im vergangenen Jahr 21.534 Wohnungen verkauft, was einem Rückgang von 9,4 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Ihr Anteil am Gesamtmarkt schrumpfte damit auf nur noch 1,3 Prozent.

Die begehrtesten Regionen für internationale Investoren waren Istanbul mit 7.989 Verkäufen, gefolgt von Antalya mit 7.118 und Mersin mit 1.800 Verkäufen. Ein leicht positives Signal gab es im Dezember: Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Auslandsverkäufe um 5,1 Prozent auf 2.541 Einheiten, ihr Anteil am Gesamtgeschäft lag jedoch bei lediglich 1,0 Prozent.

Die Rangliste der Käufer-Nationalitäten führten auch 2025 erneut Russen mit 3.649 erworbenen Wohnungen an. Es folgten iranische (1.878) und ukrainische (1.541) Staatsbürger. Diese Reihenfolge spiegelte sich ebenfalls in den Dezemberzahlen wider.

Weitere Daten zeigen, dass von den insgesamt 1,6 Millionen verkauften Wohnungen 540.000 als Neubauten („Erstverkauf“) klassifiziert wurden. Rund 14 Prozent aller Transaktionen wurden über Hypothekendarlehen von Banken finanziert.