Die Wohnungsverkäufe in der Türkei sind im August erneut deutlich zurückgegangen. Wie das türkische Statistikamt TÜİK am 17. September mitteilte, wurden im vergangenen Monat 127.410 Wohnimmobilien verkauft. Dies entspricht einem Rückgang von 14,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bereits im Juli lag die Zahl der Transaktionen 17 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Besonders betroffen waren Verkäufe bestehender Wohnungen: Sie fielen um 19,4 Prozent auf 83.032 Einheiten. Der Verkauf neuer Wohnungen ging um 4,5 Prozent auf 44.378 zurück. Neubauten machten damit 34,8 Prozent aller Transaktionen aus.
Hypothekenfinanzierte Käufe legen zu
Während der Gesamtmarkt schrumpfte, verzeichneten hypothekenfinanzierte Wohnungsverkäufe ein Plus. Sie stiegen um 7,2 Prozent auf 22.131 Transaktionen und machten 17,4 Prozent aller Verkäufe aus. Alle übrigen Verkäufe, also solche ohne Hypothekenfinanzierung, gingen um 18,3 Prozent auf 105 279 zurück.
Auf saison- und kalenderbereinigter Basis zeigte sich eine leichte Erholung: Die Verkäufe neuer Wohnungen stiegen im Vergleich zum Juli um 3,5 Prozent, die Verkäufe bestehender Wohnungen um 0,7 Prozent.
Ausländische Käufer: Russen an der Spitze
Ausländische Staatsbürger erwarben im August 1.938 Wohnungen, was einem minimalen Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ihr Anteil am Gesamtmarkt betrug 1,5 Prozent. Die größte Käufergruppe stellten russische Staatsangehörige mit 343 erworbenen Wohnungen, gefolgt von ukrainischen Käufern (147) und Iranern (140).
In den ersten acht Monaten des Jahres gingen die Verkäufe an Ausländer jedoch um 6,3 Prozent auf 13 141 Einheiten zurück.
Gewerbeimmobilien: Neubauten gefragt, Bestandsobjekte schwächer
Getrennt davon stiegen die Verkäufe neuer Gewerbeimmobilien im August um 5,2 Prozent im Jahresvergleich auf 5.172 Objekte. Die Verkäufe bestehender Gewerbeimmobilien sanken dagegen um 11,1 Prozent auf 10 765 Einheiten.