Türkischer Immobilienmarkt: Durchschnittspreis erreicht 5,3 Millionen Lira – doch real sinken die Preise

23.09.2026 – 6:30 Uhr

In der Türkei kostet ein Haus im Durchschnitt 5,3 Millionen Lira. Die Preise steigen zwar nominal deutlich, doch nach Inflation gerechnet verlieren Immobilien in allen 30 größten Provinzen an Wert.

Der durchschnittliche Verkaufspreis für Wohnimmobilien ist in der Türkei auf 5,3 Millionen Türkische Lira gestiegen. Das entspricht rund 109.000 US-Dollar. Diese Zahl geht aus dem „Housing Value Report” von Emlakjet für August 2026 hervor, der auf Daten des Analyseunternehmens Endeksa basiert.

Demnach lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohnimmobilien in der Türkei im August bei 42.488 Lira.

Nominales Plus, reales Minus

Nominal, also ohne Berücksichtigung der Inflation, kletterten die Immobilienpreise im Jahresvergleich um 23,5 Prozent. Rechnet man die Inflation heraus, ergibt sich jedoch ein Rückgang von 6,2 Prozent. Immobilien verloren somit real an Wert.

Unter den 30 Provinzen mit den meisten Hausverkäufen verzeichnete Ankara mit 28,2 Prozent das stärkste nominale Preiswachstum im Jahresvergleich. Es folgten Kocaeli mit 27,8 Prozent, Istanbul mit 27,2 Prozent, Antalya mit 24,9 Prozent und Elazığ mit 24,8 Prozent.

Reale Verluste in allen 30 Provinzen

Allerdings sanken die Hauspreise in allen 30 untersuchten Provinzen real. Den geringsten realen Rückgang verzeichnete Ankara mit 2,6 Prozent, gefolgt von Kocaeli mit 2,9 Prozent, Istanbul mit 3,4 Prozent, Antalya mit 5,1 Prozent und Elazığ mit 5,2 Prozent.

Bei den durchschnittlichen Verkaufspreisen lag Istanbul unter den größten Provinzen des Landes an der Spitze: Eine Immobilie kostet dort im Schnitt 7,4 Millionen Lira. Es folgen Izmir mit 6,6 Millionen Lira, Antalya mit 6,1 Millionen Lira, Ankara mit 5,1 Millionen Lira und Bursa mit 4,7 Millionen Lira.