ANKARA – Die Aktivität in der türkischen Industrie hat sich im September weiter abgeschwächt. Der viel beachtete Einkaufsmanagerindex (PMI) der Istanbuler Handelskammer (ISO) sank von 48,1 Punkten im August auf 47,9 Punkte.
Damit liegt der Index weiterhin unter der Marke von 50 Punkten, die eine Schrumpfung der Geschäftstätigkeit signalisiert. Laut der Erhebung haben sich die Bedingungen im türkischen verarbeitenden Gewerbe inzwischen seit zweieinhalb Jahren auf Monatssicht verschlechtert.
Als Gründe für die Entwicklung werden unter anderem eine schwächere Nachfrage und die Unsicherheit infolge des Krieges im Nahen Osten genannt. Dadurch gingen die Auftragseingänge im September erneut zurück. Auch die neuen Exportaufträge entwickelten sich angesichts einer verhaltenen internationalen Nachfrage schwächer.
Gleichzeitig stiegen die Kosten für Unternehmen erneut deutlich. Höhere Preise für Treibstoff, Öl und Transport infolge des Krieges im Nahen Osten sowie gestiegene Rohstoffpreise sorgten für einen starken Anstieg der Inputkosten.
Andrew Harker, Wirtschaftsdirektor bei S&P Global Market Intelligence, verwies jedoch auf ein vorsichtig positives Signal: Der durchschnittliche PMI-Wert für das dritte Quartal lag leicht über dem Durchschnitt des zweiten Quartals. Dies deute auf erste, wenn auch noch vorsichtige Anzeichen einer Erholung hin.