Die türkische Reifenindustrie hat im vergangenen Jahr einen historischen Höchststand bei den Ausfuhren erzielt. Wie aus aktuellen Daten des türkischen Statistikinstituts TÜİK hervorgeht, summierten sich die Exporte auf den Rekordwert von 1,9 Milliarden US-Dollar. Die Lieferungen gingen demnach in 155 Länder weltweit.
Nach einer dynamischen Entwicklung mit einem Volumen von annähernd 1,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 und einem Anstieg auf 1,85 Milliarden US-Dollar im Folgejahr hatte sich das Exportniveau in den Jahren 2023 und 2024 mit Werten von 1,82 beziehungsweise 1,78 Milliarden US-Dollar leicht rückläufig gezeigt. Im Jahr 2025 kletterten die Ausfuhren jedoch auf 1,89 Milliarden US-Dollar und erreichten damit den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen.
Diese positive Tendenz setzte sich auch in den ersten Monaten des laufenden Jahres fort. Allein von Januar bis April 2026 summierten sich die Reifenexporte auf 637 Millionen US-Dollar. Damit behauptet die Türkei ihre Position als Nettoexporteur in diesem Segment.
Mit deutlichem Abstand bleibt Europa der Hauptabnehmer für türkische Reifen. Deutschland belegte mit einem Importvolumen von 336 Millionen Dollar den Spitzenplatz als wichtigster Einzelmarkt. Es folgten Italien mit 178 Millionen Dollar und Frankreich mit 117 Millionen Dollar. Auch das Vereinigte Königreich und Spanien zählten mit Abnahmen von rund 99,9 bzw. 97 Millionen Dollar zu den führenden Zielmärkten.
Aufgeschlüsselt nach Warengruppen dominierten Pkw-Reifen mit einem Wert von 866 Millionen Dollar das Exportgeschäft. An zweiter Stelle folgten Reifen für Busse und Lastkraftwagen mit 790 Millionen Dollar. Die Ausfuhren von Reifen für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge sowie entsprechende Maschinen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 147,1 Millionen Dollar.