Türkische Regierung will Zahl der Tech-Startups bis 2030 auf 100.000 steigern

13.05.2026 – 6:30 Uhr

Die Türkei hat ein umfangreiches Wachstumsprogramm für ihre Tech-Branche angekündigt. Laut Industrie- und Technologieminister Mehmet Fatih Kacır möchte das Land bis 2030 100.000 Technologie-Start-ups erreichen. Gleichzeitig strebt man für die wertvollsten Jungunternehmen, die sogenannten „Turcorns“, eine gemeinsame Bewertung von 100 Milliarden US-Dollar an.

Auf dem „Terminal Istanbul x SSCI Innovation and Investment Forum“ wies Kacır auf die zuletzt stark gestiegene Dynamik im türkischen Innovationssektor hin. Das einheimische Ökosystem habe bereits mehrere Start-ups mit einer Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar hervorgebracht. Der Minister unterstrich die finanziellen Fortschritte: So seien die jährlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung innerhalb von 23 Jahren von 1,2 Milliarden auf 20 Milliarden Dollar gestiegen und der Anteil am Bruttoinlandsprodukt habe sich von 0,05 auf annähernd 1,5 Prozent erhöht.

Derzeit arbeiten den Angaben zufolge fast 13.000 technologieorientierte Start-ups in 114 Technoparks im ganzen Land. Parallel zum Wachstum des Ökosystems zogen auch die Investitionen an. In den vergangenen fünf Jahren summierten sie sich auf insgesamt 5,5 Milliarden Dollar.

Um das Expansionstempo weiter zu erhöhen, plant der Staat eine kräftige Finanzspritze. Laut Kacır sollen zusätzliche 300 Millionen Dollar aus öffentlichen Mitteln in Wagniskapitalfonds fließen. „Durch diese Unterstützung erwarten wir, dass mindestens 750 Millionen Dollar mehr in türkische Technologievorhaben investiert werden“, sagte der Minister.