Die Türkei hat einen umfassenden Aktionsplan für Künstliche Intelligenz verabschiedet und damit ihre nationale Roadmap für die Jahre 2026 bis 2030 festgelegt. Wie offizielle Stellen mitteilten, soll der Plan die technologische Wettbewerbsfähigkeit, die digitale Souveränität und die KI-Fähigkeiten des Landes deutlich stärken.
Der unter Koordination des Ministeriums für Industrie und Technologie erarbeitete Rahmenplan reagiert auf den rasanten Wandel, den KI in Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Industrie und Gesellschaft auslöst. Im Zentrum stehen Prinzipien wie menschenzentrierte Entwicklung, Vertrauen, Ethik und Nachhaltigkeit.
Zu den Kernzielen gehören der Ausbau von KI-Kompetenzen in der Bevölkerung, die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte, die Stärkung der Daten- und Recheninfrastruktur sowie die beschleunigte Einführung von KI-Anwendungen im öffentlichen und privaten Sektor. Langfristig soll ein international wettbewerbsfähiges und zugleich verlässliches KI-Ökosystem entstehen.
Industrie- und Technologieminister Mehmet Fatih Kacır kündigte an, innerhalb der nächsten zwei Jahre fünf Millionen Bürgerinnen und Bürger in KI-Grundlagen schulen zu lassen. Dabei sollen sowohl die Chancen als auch die Risiken der Technologie vermittelt werden. Zudem sollen rund 2.000 öffentliche Datensätze für türkische KI-Entwickler zugänglich gemacht werden. Dadurch eröffnen sich neue Anwendungsmöglichkeiten in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Energie, Verkehr und Finanzwesen.