Türkische Notenbank sieht Desinflationskurs trotz schwieriger Bedingungen bestätigt

23.09.2026 – 11:00 Uhr

Der Gouverneur der türkischen Zentralbank, Fatih Karahan, bezeichnete den laufenden Desinflationsprozess der Türkei trotz widriger Umstände als intakt. In einer Präsentation mit dem Titel „Inflation und makroökonomischer Ausblick“, die im Rahmen der 19. Türkei-Investitionskonferenz des Türkisch-Amerikanischen Wirtschaftsrates (TAIK) in New York gehalten wurde, erklärte Karahan, dass Angebotsschocks die Gesamtinflation erheblich beeinflusst hätten. Zugleich zeige die Dienstleistungsinflation weiterhin eine hartnäckige Persistenz.

„In der Gesamtschau deuten die Daten darauf hin, dass sich der Desinflationsprozess trotz schwierigerer Angebotsbedingungen fortsetzt“, sagte Karahan. Gesunkene Mietinflation und eine nachlassende Nachfrage stützten den Rückgang der Teuerung, so der Notenbankchef weiter.

Karahan wies zudem darauf hin, dass sich das Wirtschaftswachstum im Zuge einer deutlichen Abschwächung der Binnennachfrage verlangsamt habe. Hochfrequente Indikatoren deuteten auf eine weitere Abkühlung der Nachfrage im dritten Quartal hin. Angesichts der Inflationserwartungen sei weiterhin Vorsicht geboten, betonte er.