Die türkische Maschinenindustrie hat im Jahr 2025 ein neues Rekordergebnis erzielt. Wie aus Daten des Verbands der Maschinenexporteure (MAİB) hervorgeht, erreichten die Ausfuhren einen Wert von 28,7 Milliarden US-Dollar. Einschließlich der Exporte aus Freizonen legte die Branche gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent zu und erreichte damit den höchsten jemals gemessenen Stand.
Bemerkenswert ist, dass der Exportwert trotz rückläufiger Ausfuhrmengen stieg. Ausschlaggebend dafür war ein deutlicher Anstieg der Durchschnittspreise. Pro Kilogramm exportierter Maschinenware wurden im Durchschnitt 8,1 US-Dollar erzielt, was ebenfalls einen Rekordwert darstellt.
Zu den wichtigsten Absatzmärkten zählte erneut Deutschland. Die Lieferungen dorthin wuchsen um 6,8 Prozent auf 3,2 Milliarden US-Dollar. Auch die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten nahmen um neun Prozent zu und näherten sich der Marke von zwei Milliarden US-Dollar. Besonders stark fiel der Zuwachs bei den Exporten nach Syrien aus: Sie verdreifachten sich nahezu und erreichten 130,6 Millionen US-Dollar.
Innerhalb der Branche verzeichneten vor allem Verbrennungsmotoren und entsprechende Komponenten kräftige Zuwächse. Auch Bau- und Bergbaumaschinen sowie Wasch- und Trocknungsgeräte legten spürbar zu. Deutlich zweistellige Wachstumsraten meldeten zudem die Segmente Turbinen, Turbojets und Hydrauliksysteme sowie Maschinen für die Lebensmittelverarbeitung.
MAIB-Vorsitzender Kutlu Karavelioğlu wies darauf hin, dass die weltweiten Maschinenexporte im Vergleich zu 2024 um rund zehn Prozent gestiegen seien, während die Produktionszuwächse hinter dieser Entwicklung zurückblieben. Dies deute auf steigende Preise im internationalen Maschinenhandel hin.
Gleichzeitig sah sich die Branche zahlreichen Herausforderungen gegenüber, darunter eine schwankende globale Nachfrage, geopolitische Risiken, Unsicherheiten in der Handelspolitik sowie eine straffere Geldpolitik im Inland. Dennoch sei es gelungen, die Exporterlöse zu sichern. Ausschlaggebend dafür war laut Karavelioğlu die strategische Ausrichtung auf technisch anspruchsvolle Produkte mit hoher Wertschöpfung und geringem Serviceaufwand.