Die türkische Freihandelszone in Antalya hat ihre Position als einer der stärksten Exportmotoren der Region erheblich ausgebaut. Laut jüngsten Angaben der Betreibergesellschaft ASBAŞ ist die sogenannte Deckungsrate des Exports gegenüber dem Import auf bemerkenswerte 195 Prozent gestiegen. Das bedeutet, dass für jeden Dollar, der für importierte Vorprodukte ausgegeben wird, nahezu zwei Dollar durch Ausfuhren wieder in die Zone fließen. Noch vor wenigen Monaten hatte dieser Wert bei 153 Prozent gelegen.
ASBAŞ-Generaldirektor Zeki Gürses präsentierte die aktuellen Handelszahlen. Demnach erzielte die Sonderwirtschaftszone im Gesamtjahr 2025 ein Handelsvolumen von 1,165 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit überschreitet die Zone bereits das fünfte Jahr in Folge die Marke von einer Milliarde Dollar.
Der robuste Start ins Jahr 2026 unterstreicht den anhaltenden Aufwärtstrend. So wurden in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres bereits Waren im Wert von 295 Millionen Dollar exportiert, was einer Steigerung von zwei Prozent entspricht. „Antalya ist eine extrem exportorientierte Freihandelszone. Die aktuelle Deckungsrate von 195 Prozent zeigt, wie effizient und wettbewerbsfähig die hier angesiedelten Unternehmen auf den Weltmärkten agieren“, erklärte Gürses.
Als zentraler Pfeiler dieses Erfolgs gilt die Luxusyacht-Industrie. Die Werften in der Zone gehören zu den weltweit führenden Adressen für maßgefertigte Superyachten. Allein im vergangenen Jahr wurden 59 Yachten fertiggestellt und an internationale Kunden übergeben. Von den insgesamt 79 in der Zone aktiven Firmen entfallen 44 auf den Yachtsektor. Ergänzt wird das Portfolio durch Unternehmen aus den Bereichen Elektronik, Medizintechnik, Textil und Landwirtschaft.
Die wirtschaftliche Schlagkraft der vergleichsweise kleinen Sonderzone wird besonders im nationalen Vergleich deutlich. Zeki Gürses wies darauf hin, dass die Antalya Freihandelszone beim reinen Exportvolumen auf Rang 27 aller 81 türkischen Provinzen rangiert. Zudem stemmt die Zone rund 27 Prozent des gesamten Exportumsatzes der Provinz Antalya. Dies ist ein Indiz für die enorme Wertschöpfung, die hier vor allem durch Handwerkskunst und High-Tech-Fertigung im Yachtbau generiert wird.