Die Konjunkturstimmung in der Türkei zeigt zu Jahresbeginn 2026 ein uneinheitliches Bild. Wie das Türkische Statistische Institut (TÜİK) am Montag mitteilte, entwickelten sich die Vertrauensindizes für die Bereiche Dienstleistungen, Einzelhandel und Baugewerbe gegenläufig.
Am stärksten fiel der Rückgang im Einzelhandel aus. Dessen Stimmungsbarometer sank im Januar saisonbereinigt um 2,4 Prozent auf 112,6 Punkte. Die Händler bewerteten die Geschäftslage der vergangenen drei Monate deutlich schlechter (123,9 Punkte). Auch die Umsatzerwartungen für das kommende Quartal gaben nach (121,5). Die Lagerbestände gingen leicht zurück.
Zuwächse verzeichneten dagegen die Dienstleister. Deren Index stieg um 1,3 Prozent auf 113,8 Punkte. Die Unternehmen zeigten sich mit der Entwicklung der letzten drei Monate zufriedener (113,1). Die Erwartungen hinsichtlich der künftigen Nachfrage blieben mit 115,9 Punkten auf einem hohen Niveau.
Auch das Baugewerbe blickt etwas optimistischer in die Zukunft. Das Vertrauen kletterte um 1,5 Prozent auf 85,7 Punkte. Die Auftragsbücher füllten sich spürbar (80,7 Punkte, +2,7 Prozent) und die Beschäftigungsaussichten für das nächste Quartal verbesserten sich leicht.
Werte über 100 signalisieren grundsätzlich eine optimistische, Werte darunter eine pessimistische Grundstimmung. Während Dienstleister und Einzelhandel trotz aktueller Schwankungen im Optimismusbereich agieren, verharrt das Baugewerbe zwar unter dieser Schwelle, zeigt aber leicht positive Impulse.