Im ersten Halbjahr 2026 hat die türkische Regierung bereits 41,5 Milliarden Lira (rund 869 Millionen US-Dollar) in die Infrastruktur des Landes investiert. Das geht aus aktuellen Zahlen des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur hervor. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen deutlichen Anstieg der Ausgaben. Damals lagen die Investitionen noch bei 34,38 Milliarden Lira.
Für das gesamte Jahr 2026 war im Haushalt ursprünglich ein Budget von 149,96 Milliarden Lira für die Investitionsprojekte des Ministeriums vorgesehen. Nach den ersten sechs Monaten wurde nun etwa ein Viertel dieser Summe abgerufen.
Der mit Abstand größte Teil fließt in den Ausbau des Schienennetzes. Für den gesamten Eisenbahnsektor sind im Jahresbudget 114 Milliarden Lira eingeplant, wovon in der ersten Jahreshälfte bereits 26,8 Milliarden Lira ausgegeben wurden. Damit bleibt die Bahn das Sorgenkind und Prestigeprojekt zugleich.
Auf Platz zwei der Ausgabenliste rangiert der städtische und überregionale Nahverkehr. Von den für das Gesamtjahr vorgesehenen 25 Milliarden Lira flossen zwischen Januar und Juni 11,5 Milliarden Lira in entsprechende Projekte.
Auch der maritime Sektor wurde bedacht: Für die Seeverkehrsinfrastruktur investierte der Staat im ersten Halbjahr 1,1 Milliarden Lira bei einem Jahresbudget von 4,5 Milliarden Lira. Deutlich geringer fielen die Ausgaben im Luftfahrtbereich aus: Sie beliefen sich auf 569,7 Millionen Lira.
Eine Besonderheit zeigt sich im Kommunikationssektor. Obwohl das Budget mit 376 Millionen Lira vergleichsweise klein ist, wurde es besonders effizient genutzt: Stolze 72,7 Prozent der Jahresmittel (273,5 Millionen Lira) waren bereits zur Jahresmitte verbaut.