Die Inflationserwartungen in der Türkei haben sich im Juli erneut leicht erhöht. Gleichzeitig gehen Marktteilnehmer davon aus, dass die türkische Zentralbank ihren Leitzins vorerst unverändert lässt.
Laut der am 20. Juli veröffentlichten Umfrage unter Marktteilnehmern der türkischen Zentralbank stieg die erwartete Verbraucherpreisinflation (CPI) für das Jahresende auf 29,21 Prozent. In der vorherigen Befragung lag die Prognose noch bei 29,14 Prozent.
Auch der Ausblick für die kommenden zwölf Monate wurde leicht nach oben korrigiert: Die Inflationserwartung erhöhte sich von 23,81 auf 23,95 Prozent. Für einen Zeitraum von 24 Monaten rechnen die Teilnehmer dagegen mit einem Rückgang der Inflation und senkten ihre Prognose von 18,29 auf 17,83 Prozent.
Beim Leitzins erwarten die Marktteilnehmer keine kurzfristige Änderung. Sie gehen davon aus, dass die türkische Zentralbank den aktuellen Zinssatz von 37 Prozent bei der anstehenden Sitzung des geldpolitischen Ausschusses beibehalten wird.
Auch die Wechselkursprognosen wurden leicht angepasst. Der erwartete Jahresendkurs für den US-Dollar gegenüber der türkischen Lira stieg von 51,47 auf 51,55 Lira. Für die kommenden zwölf Monate erhöhte sich die Prognose von 55,72 auf 56,69 Lira je US-Dollar.
Beim Wirtschaftswachstum zeigten sich die Befragten etwas vorsichtiger: Die Prognose für das türkische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2026 wurde von 3,2 auf 3,1 Prozent gesenkt. Für 2027 blieb die Wachstumserwartung unverändert bei 4,1 Prozent.