Türkische Exporteuphorie gebremst: Index stürzt ab, Importlaune steigt rasant

15.10.2026 – 7:00 Uhr

Die Exportstimmung in der Türkei hat im vierten Quartal 2026 einen deutlichen Dämpfer erhalten. Wie aus der am 8. Oktober vom Handelsministerium veröffentlichten Umfrage zu den Außenhandelserwartungen hervorgeht, fiel der Export-Erwartungsindex im Vergleich zum Vorquartal um 4,6 Punkte auf 96,9; im dritten Quartal hatte er noch bei 101,5 gelegen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang um 8,4 Punkte.

Das Ministerium führte den Rückgang auf schwächere Einschätzungen der Unternehmen zu den aktuell registrierten Exportaufträgen sowie zum Auftragsniveau der vergangenen drei Monate zurück. Positive Impulse für den Index kamen hingegen von den Erwartungen für Exporte und Exportaufträge in den kommenden drei Monaten.

Im Gegensatz dazu verzeichnete der Import-Erwartungsindex einen kräftigen Anstieg. Er kletterte im vierten Quartal auf 115,4 Punkte, was einem Plus von 12,7 Punkten im Quartalsvergleich entspricht. Im Vorjahresvergleich legte der Index um 0,3 Punkte zu. Laut Ministerium wurde diese Entwicklung von optimistischeren Erwartungen hinsichtlich der Importe und der Importstückpreise für die nächsten drei Monate sowie von verbesserten Einschätzungen der aktuell registrierten Importaufträge und des Importauftragsniveaus der zurückliegenden drei Monate getragen.

Die Erhebung zu den Außenhandelserwartungen basiert auf den Einschätzungen von Unternehmen zur aktuellen Lage sowie zu ihren Aussichten für die Handelsaktivitäten in den kommenden Monaten.