Die türkischen Exporte in die Länder des Fernen Ostens erreichten im vergangenen Jahr einen Wert von 7,9 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie aus aktuellen Daten des Türkischen Exportverbandes (TİM) hervorgeht.
Mit Abstand wichtigster Handelspartner in der Region ist die Volksrepublik China. Dorthin wurden Waren im Wert von 3,01 Milliarden US-Dollar geliefert. Damit entfiel weit mehr als ein Drittel der gesamten Exporte in den Fernen Osten auf den chinesischen Markt. Auf dem zweiten Platz liegt Pakistan mit 798,3 Millionen Dollar, gefolgt von Südkorea (686,4 Mio.), Japan (649,8 Mio.) und Malaysia (538,9 Mio.).
Weitere bedeutende Abnehmer waren Vietnam (424,7 Millionen Dollar), Indonesien (421,9 Millionen Dollar) und Bangladesch (409,6 Millionen Dollar). Die Exporte nach Thailand summieren sich auf 257,1 Millionen und nach Singapur auf 250,8 Millionen US-Dollar. An Taiwan wurden Güter im Wert von 179 Millionen US-Dollar verkauft, an die Philippinen im Wert von 150,2 Millionen und an die Mongolei im Wert von 95,5 Millionen US-Dollar.
Branchenmix variiert stark nach Zielland
Die sektoralen Schwerpunkte der Ausfuhren unterscheiden sich je nach Zielmarkt erheblich. Den Löwenanteil der Lieferungen nach China machten Bergbauerzeugnisse mit einem Volumen von 1,64 Milliarden US-Dollar aus. Nach Pakistan dominierten Textilien und Rohstoffe mit einem Volumen von 164,4 Millionen Dollar, während Südkorea vor allem türkische Bergbauprodukte im Wert von 143,2 Millionen Dollar importierte.
Auffällig ist die Struktur in anderen Ländern: Malaysia war mit Abstand der größte Abnehmer von türkischem Schmuck (131,4 Millionen Dollar), während Japan besonders viel für Meeresfrüchte und tierische Produkte (115,9 Millionen Dollar) bezahlte.
Die Türkei exportierte in deutlich kleinerem Umfang nach Sri Lanka (71,5 Mio. Dollar), Kambodscha (25,8 Mio. Dollar), Myanmar (7,5 Mio. Dollar), Laos (5,6 Mio. Dollar), Brunei (2 Mio. Dollar) und Osttimor (97.900 Dollar). In das abgeschottete Nordkorea fanden im Berichtszeitraum keine Lieferungen statt.