Die türkischen Beteiligungsbanken verzeichneten im Geschäftsjahr 2025 ein außergewöhnlich starkes Bilanzwachstum. Wie aus aktuellen Branchenzahlen hervorgeht, kletterte das aggregierte Vermögen der neun in der Türkei tätigen Institute um 63 Prozent auf insgesamt 4,32 Billionen Türkische Lira.
Das Segment, das nach islamischen Finanzprinzipien (zinsfrei) arbeitet, wird weiterhin deutlich von Kuveyt Türk dominiert. Das Institut behauptete seine Spitzenposition mit einer Bilanzsumme von 1,35 Billionen Lira. Mit deutlichem Abstand folgen die staatlich gestützten Häuser Vakıf Katılım mit 784,2 Milliarden Lira und Ziraat Katılım mit 768,8 Milliarden Lira. Auf den weiteren Plätzen rangieren Albaraka Türk mit 466,4 Milliarden Lira und Emlak Katılım mit 410 Milliarden Lira.
Auch bei der Ertragskraft setzte sich Kuveyt Türk unangefochten an die Spitze. Das Geldhaus erwirtschaftete einen Nettogewinn von 40,4 Milliarden Lira. Mit großem Abstand folgten Emlak Katılım mit 13,9 Milliarden Lira, Albaraka Türk mit 13,2 Milliarden Lira, Vakıf Katılım mit 7,7 Milliarden Lira und Ziraat Katılım mit 5,8 Milliarden Lira.
Besonders auffällig war indes die Dynamik bei den prozentualen Gewinnzuwächsen. Albaraka Türk gelang mit einem Plus von 206 Prozent der mit Abstand stärkste Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Deutliche Steigerungen meldeten auch Ziraat Katılım (plus 66,7 Prozent), Emlak Katılım (plus 59,2 Prozent) sowie Dünya Katılım (plus 52 Prozent). Die Institute Türkiye Finans Katılım und Kuveyt Türk legten um 27,5 bzw. 16,5 Prozent zu.
Bei der Betrachtung der vergebenen Kredite und Finanzierungshilfen überschritten die Institute insgesamt die Marke von zwei Billionen Lira an Barfinanzierungen. Den größten Anteil davon stellte dabei Kuveyt Türk mit 583,7 Milliarden Lira bereit. Es folgen Ziraat Katılım mit 403,4 Milliarden Lira, Vakıf Katılım mit 315,8 Milliarden Lira, Emlak Katılım mit 234,7 Milliarden Lira und Albaraka Türk mit 212,7 Milliarden Lira.