Türkische Bauunternehmen sichern sich Auslandsaufträge im Wert von 2,7 Milliarden Dollar

20.07.2026 – 6:35 Uhr

Ankara – Türkische Bauunternehmen haben im ersten Halbjahr 2026 internationale Projekte im Gesamtwert von 2,7 Milliarden US-Dollar an Land gezogen. Nach Angaben des Handelsministeriums wurden zwischen Januar und Juni 57 Projekte in 27 Ländern übernommen.

Die Türkei zählt seit Jahren zu den zehn erfolgreichsten Ländern weltweit im internationalen Bau- und Infrastrukturgeschäft.

Den bisherigen Höchststand erreichte die Branche im Jahr 2021, als türkische Unternehmen 463 Auslandsprojekte im Gesamtwert von 32 Milliarden US-Dollar abschlossen. Im Jahr 2022 sank das Auftragsvolumen – unter anderem infolge der Auswirkungen der Corona-Pandemie – auf 20 Milliarden US-Dollar.

Im vergangenen Jahr realisierten türkische Bauunternehmen 321 Projekte im Ausland mit einem Gesamtwert von 25,7 Milliarden US-Dollar.

Seit Beginn der internationalen Aktivitäten im Jahr 1972 haben türkische Bauunternehmen insgesamt 12.931 Projekte in 138 Ländern umgesetzt. Das kumulierte Auftragsvolumen beläuft sich mittlerweile auf 566,1 Milliarden US-Dollar.

Regional entfällt der größte Anteil der bislang realisierten Projekte auf die Staaten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) mit 42,7 Prozent des Gesamtvolumens. Es folgen der Nahe Osten mit 25,4 Prozent sowie Afrika mit 18,5 Prozent.

Schwerpunkte der türkischen Bauunternehmen im Ausland sind vor allem Straßen-, Tunnel- und Brückenbau. Dahinter folgen Wohnungsbauprojekte, Kraftwerke, Eisenbahninfrastruktur sowie der Bau von Einkaufs- und Geschäftszentren.