Türkische Bauunternehmen erzielen 2,3 Milliarden Dollar mit Auslandsprojekten in fünf Monaten

14.06.2026 – 16:00 Uhr

Trotz globaler Wirtschaftsturbulenzen haben türkische Baukonzerne im ersten Drittel des Jahres 2026 bereits Projekte im Wert von umgerechnet rund 2,1 Milliarden Euro an Land gezogen. Wie das türkische Handelsministerium mitteilte, handelte es sich dabei um 40 Einzelaufträge in 15 verschiedenen Ländern.

Damit bleibt die Branche unter den zehn umsatzstärksten Anbietern von Auslandsbauleistungen weltweit – ein Ranking, das die Türkei seit Jahren behauptet.

Die jüngsten Zahlen setzen einen wechselvollen Trend der vergangenen Jahre fort. Nach einem historischen Rekordjahr 2021 mit 463 Auslandsprojekten im Volumen von rund 32 Milliarden US-Dollar brach der Wert 2022 coronabedingt auf 20,1 Milliarden US-Dollar ein. Es folgte eine Erholung auf 28,8 Milliarden Dollar im Jahr 2023 und auf 29,9 Milliarden Dollar im Jahr 2024. Im vergangenen Jahr sank die Summe dann wieder auf 22,5 Milliarden Dollar, wobei 309 Projekte realisiert wurden.

Seit 1972 haben türkische Firmen nach Ministeriumsangaben insgesamt 12 901 Projekte in 138 Ländern abgeschlossen. Der kumulierte Wert beträgt umgerechnet mehr als 500 Milliarden Euro (562,6 Milliarden Dollar).

Regionale Schwerpunkte sind die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) mit einem Anteil von 42,7 Prozent, gefolgt vom Nahen Osten (25,4 Prozent) und Afrika (18,1 Prozent). Europa und Asien spielen mit zehn bzw. 2,6 Prozent eine vergleichsweise geringe Rolle.

Besonders gefragt sind türkische Baufirmen bei Projekten im Bereich des Straßen-, Tunnel- und Brückenbaus. Es folgen Wohnungsbau, Kraftwerke, Bahntrassen und Gewerbezentren.