Türkei wirbt in New York um US-Investoren – Handelsvolumen soll auf 100 Milliarden Dollar steigen

22.09.2026 – 11:00 Uhr

Die 19. Türkei-Investitionskonferenz hat am Sonntag in New York begonnen. Zum Auftakt fand am 21. September ein von der US-Großbank Citi ausgerichtetes Rundtischgespräch zum Thema „Wirtschaftsausblick der Türkei und Investitionsmöglichkeiten“ statt. An der Veranstaltung nahmen laut dem türkischen Unternehmensverband TAİK hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft teil, darunter Finanzminister Mehmet Şimşek, Zentralbankgouverneur Fatih Karahan, der Präsident des Außenwirtschaftsrats DEİK, Nail Olpak, sowie TAİK-Chef Murat Özyeğin. Auch Stephanie von Friedeburg, Global Head of Public Sector Banking bei Citi, und Vertreter führender US-Investmentgesellschaften waren anwesend.

Im Mittelpunkt des Treffens standen laut TAİK die mittel- und langfristigen Wirtschaftsperspektiven der Türkei jenseits kurzfristiger und quartalsbezogener Schwankungen. Erörtert wurden demnach die in den vergangenen Jahren erzielten Produktivitätsgewinne und die Preistabilität sowie die Wachstumsziele des Landes. Zudem ging es um die leistungsfähige Produktionsinfrastruktur, die strategisch günstige geografische Lage, die gut ausgebaute Verkehrs- und Logistikanbindung sowie den Zugang zu regionalen Märkten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Investitionsmöglichkeiten in höherwertigen Branchen, insbesondere in den Bereichen grüne und digitale Transformation, fortgeschrittene Fertigung, Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie, Gesundheitswesen und Gesundheitstourismus, Logistik und Transport sowie digitale Technologien. Im Rahmen der Konferenz wurde zudem ein Empfang abgehalten.

Der türkische Handelsminister Ömer Bolat erklärte bei der Veranstaltung, die USA seien der drittgrößte Exportmarkt und die viertgrößte Importquelle der Türkei. Das bilaterale Handelsvolumen habe im vergangenen Jahr 38 Milliarden Dollar überschritten. Für das laufende Jahr erwartet er einen Anstieg um mehr als zehn Prozent auf rund 42 bis 43 Milliarden Dollar. Langfristig streben beide Länder ein Handelsvolumen von 100 Milliarden Dollar an.