Türkei will stark steigende Wohnnebenkosten begrenzen

03.05.2026 – 18:00 Uhr

In der Türkei sollen neue Regeln die stark gestiegenen Wohnnebenkosten in Wohnanlagen eindämmen. Das Parlament hat erste Teile eines umfassenden Gesetzespakets zur Reform der Hausverwaltung verabschiedet.

Hintergrund sind massiv gestiegene monatliche Gebühren in Wohnanlagen, insbesondere in Istanbul. In gehobenen Wohnanlagen liegen die sogenannten „Dues“ teils zwischen rund 15.000 und 70.000 Türkischen Lira und damit teilweise über der durchschnittlichen Miete.

Am stärksten betroffen sind zentrale und wohlhabende Stadtteile wie Beşiktaş, Şişli, Sarıyer, Üsküdar, Beykoz und Kadıköy.

Künftig sollen Haus- und Wohnungsverwaltungen stärker kontrolliert werden. Das Gesetz sieht vor, dass Budgets und Vorauszahlungen nicht mehr eigenständig von Verwaltern festgelegt werden dürfen, sondern von der Eigentümerversammlung genehmigt werden müssen.

Falls kein genehmigter Haushaltsplan vorliegt, müssen Verwalter einen Übergangsplan erstellen und diesen innerhalb von drei Monaten zur Abstimmung vorlegen.

Zudem wird eine Obergrenze für Gebührenanpassungen eingeführt: Zwischenlösungen dürfen künftig nicht über der offiziellen Inflations- bzw. Neubewertungsrate des Vorjahres liegen. Dadurch sollen willkürliche Preiserhöhungen verhindert werden.