Kurz vor dem Internationalen Tag der Nullverschwendung hat der türkische Umweltminister Murat Kurum in New York die Weichen für die kommende Weltklimakonferenz COP31 gestellt. Bei einem Spitzentreffen mit UN-Generalsekretär António Guterres warb er für eine stärkere Rolle seines Landes in der globalen Klimapolitik.
Der Minister für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel, der den Vorsitz des nächsten UN-Klimagipfels übernehmen wird, traf sich am Dienstag am Rande der UN-Vollversammlung mit Guterres sowie den Spitzen des Entwicklungsprogramms (UNDP) und des Umweltprogramms (UNEP) der Vereinten Nationen.
Im Mittelpunkt der Gespräche mit Guterres standen laut Kurum die aktuell größten globalen Krisen: die sich verschärfende Klimaerwärmung, Energiesicherheit und der Schutz besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen vor den Folgen der Umweltzerstörung. Zudem seien Klimafinanzierung, Technologietransfer und der Ausbau der Kreislaufwirtschaft Themen gewesen.
„Wir sehen die COP31 als zentrale Plattform für Vertrauen, Dialog, Konsens und Handeln, um den Multilateralismus zu stärken und die Umsetzung von Klimainitiativen zu beschleunigen”, sagte Kurum nach dem Treffen. Die Türkei bereitet derzeit ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs in der Mittelmeerstadt Antalya vor. Von diesem Treffen soll eine einheitliche Botschaft zur gemeinsamen Verantwortung im Kampf gegen den Klimawandel ausgehen.
In der Begegnung mit UNDP-Administrator Alexander De Croo hob der Minister die strategische Partnerschaft beider Seiten bei der Bewältigung von Klimarisiken und der Förderung nachhaltiger Entwicklung hervor. Dabei spielte auch die türkische „Zero Waste“-Initiative eine Rolle – eine landesweite Umweltkampagne, die auf Abfallvermeidung und Ressourcenschonung abzielt. Die UN-Vollversammlung hatte 2022 den 30. März offiziell zum Internationalen Tag der Null-Verschwendung erklärt.
Den Gesprächen in New York war eine Diskussionsrunde mit Nichtregierungsorganisationen vorausgegangen. Mit den jetzigen hochrangigen Treffen festigt die Türkei eigenen Angaben zufolge ihre Klimaführerschaft im Vorfeld des nächsten Klimagipfels.