Türkei will 600 Millionen Setzlinge pflanzen – und setzt auf Drohnen gegen Waldbrände

27.03.2026 – 9:00 Uhr

Die Türkei treibt ihre Wiederaufforstungsbemühungen massiv voran: Bis zum 11. November sollen landesweit 600 Millionen Setzlinge und Samen in den Boden gebracht werden. Dies teilte die Generaldirektion für Forstwirtschaft mit. Im vergangenen Jahr waren es 517 Millionen.

Mit der Kampagne soll die Waldfläche vergrößert und die CO₂-Bindungskapazität gestärkt werden, erklärte der Leiter der Behörde, Bekir Karacabey, anlässlich des Internationalen Tags des Waldes. Gleichzeitig wies er auf die weltweit gestiegene Waldbrandgefahr hin – das Jahr 2025 sei vielerorts von verheerenden Feuern geprägt gewesen.

Dank intensiver Aufforstungs- und Sanierungsprogramme, die sich besonders auf geschädigte und ertragsarme Waldzonen konzentrieren, verbesserte sich die Türkei in einer aktuellen Weltrangliste der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) von Platz sechs auf Platz vier. Pro Jahr gewinnt das Land im Durchschnitt 118.000 Hektar Wald hinzu.

Wenn die Türkei auf modernste Technik zur Waldüberwachung setzt, gehört sie laut Karacabey zu den weltweit nur zwei Ländern, die unbemannte Luftfahrzeuge für die Brandbekämpfung und Waldüberwachung einsetzen. In diesem Jahr sollen 14 Drohnen im Einsatz sein. Zudem liefern rund 2.800 Kamerafallen rund um die Uhr Bilder aus kritischen Gebieten. „Die technologische Infrastruktur, mit der die Türkei die Waldgesundheit überwacht, gehört zu den fortschrittlichsten der Welt”, sagte der Behördenchef.

Neben Technik setzt die Forstbehörde auf die Bevölkerung: Förderprogramme für Dorfbewohner in Waldregionen umfassen Zuschüsse und zinslose Darlehen, beispielsweise für Solaranlagen, Wärmedämmung oder moderne Heizsysteme.