ANKARA – Die Türkei hat im November ein Leistungsbilanzdefizit von 3,99 Milliarden US-Dollar verzeichnet, teilte die Zentralbank am 13. Januar mit. Analysten hatten zuvor im Schnitt ein Defizit von 3,1 Milliarden US-Dollar erwartet.
Ausgenommen Gold und Energie wies die Leistungsbilanz einen Nettosaldo von 2,1 Milliarden US-Dollar aus.
Die Warenbilanz lag im November mit 6,38 Milliarden US-Dollar im Minus, während der Dienstleistungssektor einen Überschuss von 3,9 Milliarden US-Dollar erzielte.
Direktinvestitionen flossen mit netto 343 Millionen US-Dollar in die Türkei. Investitionen von Ausländern in Aktien beliefen sich auf Nettoverkäufe von 59 Millionen US-Dollar, während der Markt für staatliche Inlandsanleihen Nettokäufe von 1,65 Milliarden US-Dollar aufwies.
Für den Zeitraum Januar bis November summierte sich das kumulative Leistungsbilanzdefizit auf 18,5 Milliarden US-Dollar, wobei das Defizit im Warenhandel bei 62,2 Milliarden US-Dollar lag. Der Dienstleistungssektor trug mit einem Nettosaldo von 60 Milliarden US-Dollar dazu bei, die Gesamtbilanzlücke zu begrenzen.
Auf Jahresbasis stieg das Leistungsbilanzdefizit im November auf 23,2 Milliarden US-Dollar, nach 21,99 Milliarden US-Dollar im Vormonat. Laut der Zentralbank wurde das Defizit hauptsächlich durch Direktinvestitionen mit einem Nettomittelzufluss von 4,8 Milliarden US-Dollar sowie Kredite mit einem Nettomittelzufluss von 30,1 Milliarden US-Dollar finanziert.