Türkei verschärft Regeln für Handy-Kredite – und lockert sie zugleich

06.10.2026 – 6:35 Uhr

Die türkische Bankenaufsichtsbehörde BDDK hat die Bedingungen für Ratenkredite beim Kauf von Mobiltelefonen neu geregelt und zugleich die Mindestzahlungsgrenze bei Kreditkarten angehoben. Wie die Behörde am 2. Oktober mitteilte, gelten für Verbraucherkredite künftig gestaffelte Laufzeiten.

Demnach können Kredite für Geräte bis zu einem Preis von 40.000 türkischen Lira (TRY) höchstens über zwölf Monate laufen. Für teurere Mobiltelefone ist die Laufzeit auf drei Monate begrenzt. Bei generalüberholten Geräten, die über zertifizierte Aufbereitungszentren oder autorisierte Händler verkauft werden, liegt die Preisgrenze für einen Kredit über zwölf Monate bei 50.000 Lira. Darüber hinaus sind ebenfalls nur drei Monate Laufzeit möglich.

Die Ratenzahlung per Kreditkarte bleibt für Mobiltelefone weiterhin untersagt, ausgenommen sind generalüberholte Modelle. Diese können unabhängig vom Preis in bis zu zwölf Monatsraten erworben werden.

Zusätzlich hat die BDDK die Schwelle für die Berechnung der Mindestzahlung bei Kreditkarten von 50.000 auf 100.000 Lira angehoben. Für Karten mit einem Limit bis 100.000 Lira beträgt die Mindestzahlung nun 20 Prozent des monatlichen Abrechnungsbetrags. Bei Karten mit einem höheren Limit liegt der Satz bei 40 Prozent.

Die Neuregelung betrifft sowohl Neu- als auch Gebrauchtgeräte und dürfte sich auf den Absatz hochpreisiger Smartphones auswirken. Verbraucher, die teure Modelle erwerben wollen, müssen künftig mit deutlich kürzeren Finanzierungszeiträumen und höheren monatlichen Belastungen rechnen.