Die türkische Regierung spannt einen massiven finanziellen Schutzschirm über ihre heimische Industrie. So kündigte Arbeits- und Sozialminister Vedat Işıkhan ein umfangreiches Beschäftigungssicherungsprogramm an, das dem produzierenden Gewerbe bis zum Jahr 2028 insgesamt 187,5 Milliarden Türkische Lira (rund 3,98 Milliarden Euro) zuführen soll.
Ziel der um drei Jahre verlängerten Maßnahme ist es laut Işıkhan, die Produktionskapazität und Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe gezielt zu stärken und gleichzeitig die Arbeitnehmer abzusichern. Dies teilte der Minister am 20. Juli in einer Erklärung in den sozialen Medien mit.
Bereits in der ersten Phase des sogenannten „Programms zum Schutz der Beschäftigung“ flossen den Angaben zufolge zwischen April und Juli dieses Jahres etwa 8,9 Milliarden Lira an Unterstützung. Davon profitierten rund 1,39 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Fertigungsindustrie. Für das laufende Jahr plant die Regierung, Unternehmen, die ihren Personalstand halten, mit insgesamt 51 Milliarden Lira zu unterstützen.
Mit der nun beschlossenen Verlängerung des Programms wird dem Sektor bis 2028 der genannte dreistellige Milliardenbetrag zur Verfügung gestellt. Işıkhan bekräftigte den staatlichen Kurs, die Wirtschaft mit interventionistischen Maßnahmen zu lenken: „Wir werden weiterhin eine Politik umsetzen, die Arbeit und Produktion in den Mittelpunkt stellt.“