Die kurzfristigen Auslandsschulden der Türkei sind zum Ende des vierten Quartals 2023 leicht gesunken. Wie die türkische Zentralbank am Mittwoch mitteilte, belief sich der Bestand Ende Dezember auf 165,7 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 153 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorquartal (166,2 Milliarden Dollar) entspricht dies einem Rückgang um lediglich 0,3 Prozent.
Die Entwicklung in den einzelnen Sektoren verlief dabei jedoch unterschiedlich. So reduzierte die Finanzbranche ihre kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland um 0,8 Prozent auf 72,5 Milliarden Dollar, während andere Wirtschaftsbereiche einen Anstieg um 4,5 Prozent auf 68,3 Milliarden Dollar verzeichneten.
Deutliche Bewegungen gab es bei den Krediten und Einlagen. Die von türkischen Banken im Ausland aufgenommenen kurzfristigen Fremdwährungskredite schrumpften um 10,8 Prozent auf 8,6 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig sanken die Fremdwährungseinlagen von Gebietsfremden bei türkischen Banken um 2,6 Prozent auf 19 Milliarden US-Dollar. Ein gegenläufiger Trend zeigte sich bei den Einlagen in Türkischer Lira: Sie stiegen um drei Prozent auf 23,7 Milliarden Dollar.
Die mit dem Außenhandel verbundenen Kredite (Handelskredite) nahmen um 4,7 Prozent auf 62,5 Milliarden US-Dollar zu. Die Verbindlichkeiten aus Barkrediten erhöhten sich leicht um 1,7 Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar.
Die Währungszusammensetzung der Schulden zeigt eine klare Dominanz des Dollars: 35 Prozent der Verbindlichkeiten lauten auf US-Dollar, gefolgt vom Euro mit 27,9 Prozent und der Türkischen Lira mit 22,7 Prozent. Auf andere Währungen entfallen 14,4 Prozent.
Betrachtet man die Restlaufzeit, also jene Auslandsschulden, die innerhalb eines Jahres fällig werden, ergibt sich ein anderes Bild: Hier summierten sich die Verbindlichkeiten zum Jahresende auf 225,4 Milliarden Dollar.