Türkei verbucht deutlich geringeres Haushaltsloch – Steuern sprudeln

19.01.2026 – 7:00 Uhr

Das türkische Staatsdefizit ist im Jahr 2025 spürbar zurückgegangen. Wie das Finanz- und Schatzministerium am Mittwoch mitteilte, belief sich das Defizit des Zentralstaatshaushalts auf umgerechnet 41,6 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Rückgang von 14,6 Prozent im Vergleich zu 2024, als noch ein Fehlbetrag von 48,6 Milliarden Dollar verzeichnet wurde.

Hauptgrund für die positive Entwicklung sind stark gestiegene Staatseinnahmen. Diese legten binnen eines Jahres um 48 Prozent auf 297,1 Milliarden US-Dollar zu. Die Ausgaben stiegen hingegen mit einer langsameren Rate von 35,7 Prozent auf 338,7 Milliarden Dollar.

Den Löwenanteil der Einnahmen generierte der Fiskus durch Steuern. Die Steuereinnahmen summierten sich im Jahr 2025 auf 255,82 Milliarden Dollar. Für Zinszahlungen auf staatliche Verbindlichkeiten mussten hingegen 47,46 Milliarden Dollar aufgewendet werden. Die sogenannten primären Ausgaben, die alle Posten außer den Zinsen umfassen, betrugen 291,2 Milliarden Dollar.

Das letzte Monat des Jahres verlief jedoch defizitär: Allein im Dezember 2025 überstiegen die Ausgaben in Höhe von 41,4 Milliarden Dollar die Einnahmen von 29,17 Milliarden Dollar deutlich. Das monatliche Haushaltsloch belief sich somit auf 12,2 Milliarden Dollar.

Diese Daten geben einen Einblick in die finanzielle Lage der Türkei nach einer Phase hoher Inflation und wirtschaftlicher Herausforderungen. Die Regierung verweist auf die gestiegenen Einnahmen als Zeichen für die Wirksamkeit ihrer Wirtschaftspolitik.