Die Stimmung bei den Verbrauchern und Unternehmen in der Türkei entwickelte sich im Januar in entgegengesetzte Richtungen. Während die Konsumenten zuversichtlicher wurden, verschlechterte sich das Geschäftsklima leicht. Das zeigen zwei am Mittwoch veröffentlichte offizielle Erhebungen.
So stieg der Verbrauchervertrauensindex im Vergleich zum Vormonat Dezember um 0,2 Punkte auf 83,7 Punkte, wie das Statistische Amt (TÜİK) mitteilte. Damit kehrte sich der Rückgang vom Dezember um, als der Index um 1,5 Punkte gefallen war. Der Indexwert bleibt jedoch deutlich unter der Schwelle von 100 Punkten, die eine optimistische Grundhaltung der Verbraucher markiert.
Die Entwicklung der Teilindizes fiel gemischt aus: Die Erwartungen an die allgemeine Wirtschaftslage in den nächsten zwölf Monaten legten um 4,3 Prozent zu. Auch die Einschätzung der aktuellen finanziellen Haushaltssituation verbesserte sich leicht. Dagegen sanken die Erwartungen an die künftige Finanzlage der Haushalte sowie die Absicht, Ausgaben für langlebige Güter zu tätigen.
Parallel dazu meldete die türkische Zentralbank einen Rückgang des Vertrauensindex im verarbeitenden Gewerbe. Der saisonbereinigte Index fiel um 0,7 Punkte auf 103,0 Punkte. Werte über 100 deuten auf eine optimistische Haltung hin.
Laut der Zentralbank-Erhebung drückten vor allem pessimistischere Einschätzungen zu Exportaufträgen, Produktionserwartungen und der aktuellen Auftragslage auf die Stimmung. Positive Impulse kamen hingegen von den geplanten Investitionen, der Bewertung der Geschäftslage und den Beschäftigungserwartungen.