Die Türkei und das Vereinigte Königreich treiben die Modernisierung ihres Freihandelsabkommens mit Hochdruck voran und peilen eine Verdopplung des bilateralen Handelsvolumens an. Nach Abschluss der fünften Verhandlungsrunde bekräftigten beide Seiten ihr gemeinsames Ziel, das Handelsvolumen von derzeit 24 Milliarden auf 40 Milliarden US-Dollar zu steigern.
Am 17. Juni empfing der türkische Handelsminister Ömer Bolat den britischen Staatsminister für Handel, Chris Bryant, in Ankara. Neben der Modernisierung des bestehenden Freihandelsabkommens standen laut offiziellen Angaben auch die Vertiefung der Investitionsbeziehungen, die Kooperation in der Verteidigungsindustrie sowie gemeinsame Projekte in Drittstaaten im Mittelpunkt des Treffens.
„Mit dem Abschluss der Verhandlungen wollen wir unser gemeinsames Ziel von 40 Milliarden Dollar erreichen und unseren Handel wettbewerbsfähiger und integrierter gestalten”, erklärte Bolat auf der türkischen Plattform NSosyal. Die Türkei werde dabei weiterhin als verlässlicher Partner und regionale Drehscheibe für britische Unternehmen fungieren – gestützt auf Produktionskraft, strategische Lage und belastbare Lieferketten.
Auch die wirtschaftlichen Beziehungen zur Europäischen Union waren Gegenstand der Gespräche. Beide Minister vereinbarten, künftig weitere gemeinsame Schritte zur Stärkung von Handel und Investitionen zu unternehmen und die Wirtschaftspartnerschaft auf neue Bereiche auszuweiten.
Das derzeitige Handelsvolumen von 24 Milliarden Dollar im Jahr 2025 unterstreicht laut Bolat das erhebliche Potenzial der bilateralen Beziehungen. Ein modernisiertes Abkommen soll insbesondere den Marktzugang verbessern und die Interaktion zwischen den Wirtschaftsgemeinschaften beider Länder vertiefen.