ANKARA – Die Türkei und die Europäische Union haben bei einem Treffen zwischen dem Handelsministerium und der Europäischen Kommission über eine Roadmap zur Erleichterung des E-Commerce sowie über technische Aspekte des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM) diskutiert, teilte das Handelsministerium mit.
Das Treffen wurde vom stellvertretenden Handelsminister Mustafa Tuzcu und Gerassimos Thomas von der Europäischen Kommission gemeinsam geleitet. Beide Seiten überprüften den Stand der technischen Arbeiten für die geplante Zusammenarbeit im E-Commerce und legten Schritte fest, um den Online-Handel zwischen der Türkei und der EU zu erleichtern.
Im Hinblick auf CBAM konzentrierten sich die Gespräche darauf, wie das erneuerbare Energiesystem der Türkei in die Methodik für Exporte in die EU einbezogen werden könnte. Zudem wurden Verfahren zur Anerkennung von Verifizierungen erörtert, die es Exporteuren ermöglichen würden, tatsächliche Emissionswerte statt standardisierter Zahlen zu verwenden.
Weitere Themen waren die Überprüfung der Standard-Emissionswerte in einzelnen Sektoren, mögliche Berücksichtigung von Ausnahmen für Produzenten unter dem EU-Emissionshandelssystem sowie die Frage, ob der noch in Entwicklung befindliche CO₂-Preis der Türkei bei CBAM-Berechnungen angerechnet werden könnte.
Das Handelsministerium betonte, dass der enge Dialog mit der Europäischen Kommission fortgesetzt werde, um ein ausgewogenes Wachstum des bilateralen Handels im Rahmen der Zollunion zu fördern und die Liefer- sowie Wertschöpfungsketten zu stärken.