Türkei schließt Schlüsselabkommen mit Großbritannien zur Eurofighter-Zusammenarbeit

27.03.2026 – 6:35 Uhr

ANKARA – Die Türkei hat mit dem Vereinigten Königreich ein Abkommen über langfristige Wartung und operative Unterstützung für Eurofighter-Jets unterzeichnet, teilte das Verteidigungsministerium am 25. März mit.

Das Abkommen wurde in London während eines Treffens zwischen dem türkischen Verteidigungsminister Yaşar Güler und dem britischen Verteidigungsminister John Healey unterzeichnet. Es umfasst technische und logistische Unterstützung im Rahmen des Eurofighter Typhoon Projects und soll die Einsatzbereitschaft der Jets für viele Jahre sichern.

Bereits im Oktober 2025 war ein separater Vertrag über den Kauf von Flugzeugen, Ausrüstung und Munition im Zusammenhang mit dem Programm abgeschlossen worden.

Beide Seiten betonten zudem ihre Absicht, die Verteidigungskooperation in den kommenden Jahren weiter auszubauen.

Im vergangenen Jahr hatte die Türkei ein 8-Milliarden-Pfund-Abkommen mit Großbritannien zum Kauf von 20 Eurofighter Typhoon-Jets abgeschlossen. Geplant ist außerdem der Erwerb von 12 Jets von der Royal Air Force of Oman sowie 12 weiteren Jets aus der Qatarischen Luftwaffe.

Der Eurofighter wird von einem europäischen Konsortium produziert, zu dem BAE Systems (Großbritannien), Airbus und Leonardo (Italien) gehören. Großbritannien, führender Partner des Programms, unterstützte die Türkei besonders, nachdem Ankara 2024 ein deutsches Veto für den Verkauf überwunden hatte.

Da die Türkei vom Erhalt der F-35 ausgeschlossen ist, diversifiziert sie ihre Luftwaffe nun über Eurofighter und modernisierte F-16. Gleichzeitig wird das eigene fünfte Generation Kampfflugzeug Kaan entwickelt, das voraussichtlich 2028 in Dienst gehen soll.